plastetüte

Erfurter Müllsheriffs werden vom 8. bis zum 12. August die Bioabfalltonnen genauer anschauen und „Gelbe Karten“ an Biotonnen klemmen, in denen Plastiktüten sind. Auf den gelben Karten steht der Hinweis, dass Plastiktüten eine störungsfreie Verwertung der Bioabfälle verhindern.
Die Aktion geschieht im Rahmen der Kampagne „Mach’s ohne Plastetüte“. Der zu hohe Kunststoffanteil im Bioabfall soll reduziert werden. Schuld sind Plastetüten und Plastesäcke, die gefüllt mit dem Bioabfall in die Biotonne kommen.
Diese erschweren nicht nur die Vergärung des biologischen Abfalls, sondern können auch die weitere Verwertung des Komposts verhindern, der aus den Gärresten gewonnen wird. Der Verunreinigungsgrad von Kompost wird gemäß den Gütekompostrichtlinien und der Düngemittelverordnung regelmäßig überprüft. Ist der Kunststoffanteil zu hoch, darf der Kompost nicht als Dünger auf die Felder. Ein Nachsortieren ist technisch schwierig und sehr teuer. Deshalb setzen die Erfurter Stadtwerke und die Landeshauptstadt auf die Vernunft der Erfurterinnen und Erfurter.
Bis zu 20.000 Tonnen Bioabfälle jährlich werden seit 2009 in einer Vergärungsanlage auf dem Deponiegelände Erfurt in saubere Energie für über 1.000 Haushalte umgewandelt. Davon kommen mehr als 11.000 Tonnen aus Erfurter Haushalten. Aus dem Gärrest entsteht zertifizierter Kompost für die Thüringer Landwirtschaft.