Studientag: „Pazifisten – Querdenker – Christen. Die Bausoldaten in der DDR“

Spaten

Die Forschungsstelle für kirchliche Zeitgeschichte an der Universität Erfurt (FKZE) lädt in Kooperation mit den Katholischen Foren der Bistümer Erfurt und Dresden-Meißen am Samstag, 9. März, zu einem Studientag unter dem Titel „Pazifisten – Querdenker – Christen. Die Bausoldaten in der DDR“ nach Leipzig ein. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur sowie dem Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig durchgeführt. Um Anmeldung wird gebeten.

Der Dienst als Bausoldat in der Nationalen Volksarmee der DDR war ab 1964 die einzige Möglichkeit, dem eigentlich verpflichtenden Dienst an der Waffe zu entgehen. Die Spatensoldaten – wie sie aufgrund des Spatens auf den Schulterstücken auch genannt wurden – begründeten ihre Ablehnung des Kriegsdienstes mit der Bibel, aus pazifistischen oder politischen Motiven heraus. Als Waffenverweigerer mussten sie in der geschlossenen Gesellschaft der DDR nicht selten Nachteile und Schikanen erfahren. Viele von ihnen leiden bis heute darunter. Der Studientag möchte einen Beitrag zu einer (kirchen-)historischen Aufarbeitung leisten. Erörtert werden Fragen wie: Welche Rolle spielten die Kirchen beim Widerstand gegen die Militarisierung der DDR-Gesellschaft? Leisteten die Bausoldaten letztlich sogar einen Beitrag zur späteren Friedensbewegung?

Veranstaltungsflyer

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Quelle: https://aktuell.uni-erfurt.de/2019/02/27/studientag-pazifisten-querdenker-christen-die-bausoldaten-in-der-ddr/