„Synagogen in Deutschland. Eine virtuelle Rekonstruktion“: Vortrag in der Alten Synagoge



Am Donnerstag, dem 31. Januar 2019, um 19:30 Uhr bietet Marc Grellert von der Technischen Universität Darmstadt unter dem Thema „Synagogen in Deutschland. Eine virtuelle Rekonstruktion“ einen Einblick in seine „Werkstatt“.

Foto: Mittelalterliche Synagoge Köln, 1349: Vorläufige Rekonstruktion der gotischen Bima, Arbeitsstand Juli 2018
Foto: © Stadt Köln, Dezernat Kunst und Kultur, VII/3 – Archäologische Zone/Jüdisches Museum MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln, Technische Universität Darmstadt, Fachgebiet Digitales Gestalten, Architectura Virtualis GmbH, Kooperationspartner der TU Darmstadt

Der Vortrag beleuchtet die lange Tradition der virtuellen Rekonstruktion von Synagogen am Fachgebiet Digitales Gestalten der TU Darmstadt. Ausgehend von einem neonazistischen Brandanschlag auf die Synagoge in Lübeck werden seit 1994 Synagogen, die in der NS-Zeit zerstört wurden, an der TU Darmstadt rekonstruiert. Darüber hinaus erfolgten auch Rekonstruktionen der mittelalterlichen Synagogen Speyer und Worms. Aktuell ist das mittelalterliche Jüdische Viertel in Köln und die damalige Synagoge in Bearbeitung. Dieses Forschungsprojekt ist ein Schwerpunkt des Vortrags.

Der Eintritt zum Vortrag ist frei. Er findet im Rahmen der Sonderausstellung „Als Fels errichtet, um zu danken“ in der Alten Synagoge statt. Die Ausstellung gibt anhand bauarchäologischer Befunde zu den Synagogen und ihrer Ausstattung einen anschaulichen Einblick in die wechselhaften Lebensverhältnisse der jüdischen Gemeinden im Mittelalter. Die besondere Architektur dieser Gebäude, die Umgebungsbedingungen ihrer Errichtung und die Wahrnehmung der Bauten als bedeutsame sakrale und gesellschaftliche Orte in der Stadt des Mittelalters stehen anhand von eigenen Exponaten und Leihgaben anderer Museen im Mittelpunkt der Ausstellung, die noch bis 17. Februar 2019 zu sehen ist.

Der Eintritt zur Sonderausstellung ist im Eintritt in die Alte Synagoge inbegriffen (8 Euro, ermäßigt 5 Euro).



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