eine Ansicht der Zentralen Leitstelle Erfurt im Gefahrenschutzzentrum von außen

Tag des Notrufs 112: Zentrale Leitstelle legt Jahresbilanz vor

11. Februar 2026
2 Minuten lesen

Zum bundesweiten Tag des Notrufs 112 zieht die Zentrale Leitstelle Erfurt gemeinsam mit der Feuerwehr Erfurt eine eindrucksvolle Bilanz für das Jahr 2025. Insgesamt gingen im Leitstellenbereich – bestehend aus der Landeshauptstadt Erfurt, der Stadt Weimar und dem Landkreis Sömmerda – 78.752 Notrufe ein. Damit bestätigt sich einmal mehr: Die 112 ist eine verlässliche Lebensader für rund 350.000 Einwohnerinnen und Einwohner in der Region.

eine Ansicht der Zentralen Leitstelle Erfurt im Gefahrenschutzzentrum von außen

Foto: Außenansicht der Leitstelle Erfurt
Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Im Jahresverlauf wurden 2.122 Brandeinsätze, 5.424 Hilfeleistungen und 51.616 Rettungsdiensteinsätze disponiert. Hinzu kamen 11.792 Beratungen und Weiterleitungen an andere Hilfeleistende. Der Schwerpunkt der Arbeit in der Zentralen Leitstelle liegt dabei rund um die Uhr auf der strukturierten Notrufabfrage und der schnellen Alarmierung der Einsatzkräfte. Besonders bemerkenswert: 195 Anrufende wurden telefonisch zur Laienreanimation angeleitet – ein wichtiger Beitrag zur Rettung von Menschenleben noch vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes. In der Regel sind in der Leitstelle fünf Arbeitsplätze besetzt, im Bedarfsfall kann die Kapazität kurzfristig auf bis zu zehn Plätze erhöht werden.

Für die Feuerwehr Erfurt ergaben sich aus dem Notrufgeschehen im Jahr 2025 1.172 Brandeinsätze – darunter drei Großbrände, 19 Mittelbrände und 464 Kleinbrände. Insgesamt wurden 28 Personen verletzt, 23 Menschen konnten bei Bränden durch die Feuerwehr gerettet werden. In 113 Fällen war das Feuer bereits vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte gelöscht, gleichzeitig verzeichnete die Feuerwehr 686 Fehlalarmierungen, etwa durch Brandmeldeanlagen oder versehentlich ausgelöste Rauchmelder.

Hinzu kamen 2.342 Hilfeleistungseinsätze: Die Feuerwehr unterstützte den Rettungsdienst 564 Mal, rückte zu 182 Verkehrsunfällen, 186 Ölspuren sowie 112 Wasser- und Sturmschäden aus. Insgesamt wurden 777 Personen durch die Feuerwehr gerettet, 596 Menschen wurden verletzt oder kamen tödlich zu Schaden. Zudem konnten 182 Tiere aus Notlagen befreit werden.

In beiden Einsatzbereichen zusammen leisteten die Einsatzkräfte 18.928 Einsatzstunden. Dabei waren insgesamt 22.225 Einsatzkräfte im Einsatz. Die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr beteiligten sich an 1.280 Einsätzen. Ergänzend kamen 97 Einsätze der Notfallbegleitung sowie vier Einsätze der Schnelleinsatzgruppe (SEG) Rettungsdienst hinzu.

Das Jahr 2025 war nicht nur von Einsätzen, sondern auch von wichtigen Entwicklungen geprägt: Dazu zählten unter anderem die Einweihung der neuen Katastrophenschutz-Fahrzeughalle, die Inbetriebnahme neuer Übungsanlagen an der Hauptfeuerwache in Marbach, der Start der Sanierung der Hauptfeuerwache sowie die Umstellung auf ein neues Einsatzleitsystem.

Ein besonderer Meilenstein war im Oktober die Fertigstellung des Projekts „AED an allen Gerätehäusern der Freiwilligen Feuerwehren“. Die Feuerwehr ruft in diesem Zusammenhang dazu auf, öffentlich zugängliche Defibrillatoren (AED) zu melden, damit diese in das Einsatzleitsystem aufgenommen und im Notfall gezielt eingebunden werden können.

Auch das Engagement der Feuerwehr über den Einsatzdienst hinaus wurde sichtbar – etwa beim Tag der offenen Tür im Gefahrenabwehrzentrum mit rund 4.500 Besucherinnen und Besuchern, beim internationalen Fachaustausch mit der Feuerwehr aus Shawnee (USA) oder bei der traditionellen Nikolausaktion der Höhenretter zugunsten schwerkranker Kinder.

Zu den herausragenden Einsätzen des Jahres gehörten unter anderem der Großbrand auf der Deponie in Schwerborn, der mehrtägige Einsatz in der Greifswalder Straße mit einer Einsatzdauer von fast 50 Stunden sowie der überörtliche Einsatz bei den Waldbränden auf den Saalfelder Höhen. Aber auch ungewöhnliche Situationen prägten den Alltag – von einer automatischen iPhone-Unfallmeldung ohne Verletzte bis hin zur Bergung von Tresoren aus dem Flutgraben oder der schonenden Ringabnahme im Klinikum.
 

Hinweis zur Nutzung des Notrufs 112

Der Notruf 112 ist europaweit kostenfrei erreichbar und rund um die Uhr besetzt. Er ist für akute Notlagen vorgesehen, etwa bei Bränden, schweren Unfällen, medizinischen Notfällen oder anderen Situationen, in denen Menschen oder Tiere in Gefahr sind. Beim Absetzen des Notrufs sollten Anrufende ruhig bleiben und die Fragen der Disponentinnen und Disponenten der Zentralen Leitstelle möglichst genau beantworten. Besonders wichtig sind Angaben zum genauen Ort des Geschehens, zur Art des Notfalls sowie zu betroffenen oder verletzten Personen. Das Gespräch sollte erst beendet werden, wenn die Leitstelle dazu auffordert.

Für nicht dringende Anliegen, allgemeine Auskünfte oder Beratungen stehen andere Anlaufstellen und Servicenummern zur Verfügung. Eine sachgerechte Nutzung des Notrufs trägt dazu bei, die Einsatzmittel gezielt einzusetzen und schnelle Hilfe dort zu ermöglichen, wo sie wirklich benötigt wird.

Zur offiziellen Stadt-Webseite Erfurt.de

Werbung

brillenabo

Erfurt fotografiert

Übrigens…

...wird puffbohne.de bei der Erfurter Keyweb AG gehostet. Ein Service, den wir sehr schätzen und gern weiterempfehlen. Wenn Sie den Code 3Y8Q34W8T nutzen, gewährt Ihnen Keyweb einen 10-Prozent-Discount für ihr Projekt und Sie unterstützen gleichzeitig Puffbohne.de!