Prof. Dr. Jörg Seile

Es gibt eine lange theologische Tradition, Krankheiten und Epidemien als eine “Strafe Gottes” zu interpretieren. Betroffene werden damit als moralisch verwerfliche Menschen stigmatisiert. Dagegen protestiert Prof. Dr. Jörg Seiler, Kirchenhistoriker an der Univrsität Erfurt: Der kranke Körper müsse von Kategorien wie “rein” oder “unrein” freigemacht werden, denn eine “moderne Theologie bedarf keiner Reinheitsvorstellung.” Im Gegenteil: “Gerade der geschundene und durch Krankheit und (Über-/Lebens-)Geschichte gezeichnete Körper repräsentiert einen weltbezogenen Gott.”

Wie er das genau meint, erklärt Jörg Seiler jetzt in “Gott wurde nicht in einem makellosen Körper Mensch”, dem fünften Beitrag der „Theologischen Schlaglichter auf Corona“, in „Theologie aktuell“, dem Blog der Katholisch-Theologischen Fakultät der Uni Erfurt.

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Quelle: https://aktuell.uni-erfurt.de/2020/03/31/theologische-schlaglichter-krankheiten-und-epidemien-als-eine-strafe-gottes/