Überhitzungsgefahren für Haustiere im Auto: Zurücklassen von Tieren ist lebensgefährlich

20 Jahre Feuerwehr-Austausch mit US-Partnerstadt Shawnee



Mal schnell was einkaufen und der Vierbeiner wartet im Auto: Das ist gerade für Hunde qualvoll und kann vor allem in den Sommermonaten – aber auch schon im Frühjahr – lebensgefährlich sein. Zudem drohen empfindliche Geldbußen oder Strafanzeigen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

Nicht allen Tierbesitzern ist es bekannt: Selbst wenn das Thermometer nicht auf Rekordwerte klettert und die Sonne nicht scheint, kann sich das Wageninnere schon nach wenigen Minuten massiv aufheizen. Bis zu 50 Grad Celsius oder mehr sind möglich. Diese extreme Hitze macht aus dem Auto eine tödliche Falle, vor allem für Hunde.

Auch wenn es gut gemeint ist: Parken im Schatten, Scheibe runterkurbeln und Wasser verhindern nicht, dass das Tier überhitzt. Die Regulationsmechanismen des Körpers werden überfordert, es kommt zu einem Wärmestau, gefolgt von einer Überhitzung des Tieres, die aufgrund eines Kreislaufversagens tödlich enden kann. Erste Anzeichen einer Überhitzung sind starkes Hecheln, Unruhe, Taumeln, Erbrechen und Muskelkrämpfe. In der Folge kann es zu akutem Nierenversagen, Störungen der Blutgerinnung und irreversiblen Darmschädigungen kommen.

Das Auftreten der genannten Symptome erfordert ein sofortiges Handeln, um das Tier aus der Gefahrensituation zu befreien. Passanten sollten sofort Polizei und Feuerwehr informieren oder versuchen, den Besitzer ausfindig zu machen. Das Tier ist an einen kühlen und schattigen Ort zu bringen und gegebenenfalls mit feuchten Tüchern zu kühlen. Ist das Tier bei Bewusstsein, ist ihm lauwarmes Wasser anzubieten. Zeigt das Tier dennoch Anzeichen einer Überhitzung wie Atemnot, Erbrechen oder Kreislaufbeschwerden, ist es schnellstmöglich einem Tierarzt vorzustellen.

Um Haustiere vor den Auswirkungen sommerlicher Temperaturen zu schützen, ist Folgendes zu beachten:

  • Tiere sollen ab 25 °C Außentemperatur möglichst zuhause bleiben
  • Keinesfalls sollten sie im Auto allein zurückgelassen werden
  • Hunde auf keinen Fall in der Sonne anbinden
  • Tieren ausreichend Trinkwasser zur Verfügung stellen
  • Aktivitäten mit dem Tier auf die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegen
  • Alters- und Gesundheitszustand des Tieres beachten
  • Kleinen Heimtieren wie Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Ratten und auch Vögel sind für die jeweilige Tieranzahl entsprechende Schattenplätze zur Verfügung zu stellen und mit ausreichend Tränkwasser zu versorgen
  • An sehr warmen Tagen sind die Tiere gegebenenfalls an kühlere Orte im Haus oder in der Wohnung unterzubringen



Mehr dazu auf der Quell-Seite: Erfurt.de