sechs Männer stehen auf einer Straße und Schneiden ein Band durch



Seit dem 10. September 2021 rollt der Verkehr in der Seebachstraße wieder. Die Straßenbauarbeiten zwischen Brücke und Spitzkehre sind abgeschlossen. Seit Ende Oktober 2020 wurde der rund 400 Meter lange Abschnitt grundhaft ausgebaut.

Foto: Von links nach rechts: Florian Kadner (Krausser Ingenieure GmbH), Oliver Heß (Bauer Bauunternehmen GmbH), Christoph Dorfmann (Tiefbau- und Verkehrsamt), Dirk Mauermann (Bauer Bauunternehmen GmbH), Alexander Reintjes (Leiter Tiefbau- und Verkehrsamt) und Oberbürgermeister Andreas Bausewein geben die Seebachstraße offiziell frei.
Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Die Arbeiten waren zwingend notwendig, weil ein Teil der stadteinwärtigen Fahrspur bereits hangabwärts rutschte und gesperrt werden musste. Im gesamten Bauabschnitt wies die Fahrbahn Risse und erhebliche Absenkungen auf, die auf Jahrzehnte anhaltende Setzungen des Straßendammes zurückzuführen waren.

Asphalt und das darunter liegende Natursteinpflaster wurden auf einer Fläche von rund 2.500 m² entfernt. Um den Untergrund zu verbessern und zu stabilisieren, wurden anschließend rund 860 Rüttelstopfsäulen in einer Tiefe von 2 bis 5 Meter eingebracht. Darauf wurde ein 50 cm starkes Schotterpolster eingebaut, das zusätzlich mit Geokunststoffen bewehrt wurde, um die Tragfähigkeit weiter zu optimieren. Allein die Kosten für diesen Spezialtiefbau belaufen sich auf rund 350.000 Euro.

Auch das Entwässerungssystem wurde erneuert: Das Oberflächenwasser wird nun über neu angelegte Gräben, Straßendurchlässe und Straßenabläufe kontrolliert abgeleitet. Hierzu wurde unter anderem ein Entwässerungskanal mittels eines Horizontalspülbohrverfahrens auf einer Länge von rund 50 m unter mehreren Kleingärten und unter der Garagenanlage „Samuel-Beck-Weg“ verlegt. Innerhalb des Garagenkomplexes wurde der Kanal als Freispiegelleitung auf einer Länge von rund 170 m fortgeführt und an ein bestehendes Kanalsystem angeschlossen.

Am Trassenverlauf konnte aufgrund der Hanglange und der topografischen Gegebenheiten nicht viel verändert werden. Die Spitzkehre wurde leicht „entschärft“, indem die Fahrbahn hier um rund 1,50 m verbreitert wurde. Neue Schutzplanken und eine moderne LED-Straßenbeleuchtung wurden errichtet.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,1 Mio Euro, von denen ca. 850.000 Euro aus Fördermitteln zur „Förderung kommunaler Verkehrsinfrastruktur“ (KVI) stammen.

Die Schneefälle im Winter und coronabedingte Lieferschwierigkeiten für einige Materialien hatten dazu geführt, dass sich die Fertigstellung der Baumaßnahme um einige Wochen verzögerte. Einige Restleistungen in den Seitenbereichen werden in den kommenden Wochen ohne weitere Verkehrsbeeinträchtigungen ausgeführt.



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