ein Gruppenfoto mit 23 Männern und Frauen



Expertinnen und Experten aus dem Bundesgebiet diskutierten an der Fachhochschule Erfurt über hitzerobuste Städte.

Foto: © Fachhochschule Erfurt / M. Feske

Vergangenen Donnerstag begrüßte das Forschungsprojekt „HeatResilientCity“ über 30 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis zu einem Workshop über hitzerobuste Städte an der Fachhochschule Erfurt.

Sie tauschten sich unter anderem darüber aus, weshalb das vorhandene Wissen zu Klimawandelanpassung und Maßnahmen der Hitzeanpassung vielerorts nicht zur Umsetzung kommt, wo es zu Kommunikations- und Umsetzungshemmnissen kommt und wie diese gelöst werden können. Zudem wurde diskutiert, wie die wissenschaftlichen Erkenntnisse interpretiert und kombiniert werden können, um praxisnahe Lösungen zu ermöglichen und die Maßnahmenumsetzung zu unterstützen. Denn die Sommerhitze der letzten Jahre zeigte, wie stark sich hohe Temperaturen auf unseren Alltag, unsere Leistungsfähigkeit sowie Gesundheit auswirken können. Vor allem urbane Räume sind aufgrund der hohen Versiegelung und Bebauungsdichte verstärkt betroffen.

Im Fokus des Workshops standen einerseits Handlungsempfehlungen zum Abbau von Umsetzungs- und Kommunikationshemmnissen für kommunale Klimaanpassungsmaßnahmen: Basierend auf über zwanzig Fachinterviews mit Akteurinnen und Akteure aus Verwaltung, Stadtpolitik und Wohnungswirtschaft in den Modellstädten Dresden und Erfurt entwickelte das Institut für Stadtforschung, Planung und Kommunikation (ISP) der Fachhochschule Erfurt Handlungsstrategien, die die Landeshauptstädte unterstützen sollen. Des Weiteren wurden verschiedene Ergebnisse der Klima- und Gebäudesimulationen, Ökosystemanalysen sowie Umsetzungsprozesse in den Untersuchungsgebieten Dresden-Gorbitz und Erfurter Oststadt des Verbundprojekts vorgestellt und von den Teilnehmenden diskutiert.

Professorin Yvonne Brandenburger, Vizepräsidentin für Forschung und Transfer der Fachhochschule Erfurt, betonte in ihrem Grußwort die hohe Relevanz von interdisziplinärer Forschung und deren wertvolle Beiträge zur Klimawandelanpassung. Andreas Horn, Dezernent für Sicherheit und Umwelt der Landeshauptstadt Erfurt hob hervor, dass Forschungsprojekte wie „HeatResilientCity“ positive Entwicklungen im Bereich der kommunalen Klimaanpassung in Erfurt forcieren und verwies auf erste konkrete Maßnahmen im Bereich der verbesserten Information der Bürgerinnen und Bürger zur Hitzevorsorge in Erfurt als auch zu Ersatzpflanzungen von klimaresilienten Stadtbäumen in der Krämpfervorstadt als Beitrag zum Projekt.

Der konstruktive Austausch mit externen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis im Rahmen des Workshops fördert einen weitreichenden Wissenstransfer durch das Forschungsprojekt „HeatResilientCity“, der über die Beispielquartiere in Dresden und Erfurt weit hinausgeht.



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