In Renthendorf wirkten Christian Ludwig Brehm (1787 – 1864), einer der Mitbegründer der europäischen wissenschaftlichen Ornithologie, sowie sein Sohn Alfred Edmund Brehm (1829 – 1884), der als Forschungsreisender und Verfasser der Tier-Enzyklopädie „Brehms Tierleben“ weltbekannt wurde. Die ehemalige Brehm-Gedenkstätte wurde 2012 wegen Baufälligkeit geschlossen und nach einer achtjährigen Generalsanierung unter dem Namen „Brehms Welt – Tiere und Menschen“ als modernes, interaktives Museum neu eröffnet. 2012 übernahm Prof. a. D. Dr. Jochen Süss die Leitung des Museums und initiierte die vollständige Sanierung und Neukonzeption sowie die Planungen für den Erweiterungsbau. Der Eintritt zum Vortrag ist frei.
Im Mittelpunkt von „Brehms Welt“ steht die Auseinandersetzung mit Natur, Artenvielfalt und dem Schutz unserer Lebensgrundlagen – ganz im Sinne der Brehms. Entstanden ist ein zeitgemäßer Museums- und Bildungsort mit Bibliothek, Depot, Veranstaltungs- und Ausstellungsräumen, Bereichen für Museumspädagogik sowie Arbeitsplätzen für Mitarbeitende und Gastforschende. Nachhaltiges Bauen und Barrierefreiheit gehören ebenso zum neuen Konzept. Die Geschichte der Familie wird dabei mit aktuellen Fragen des Natur- und Artenschutzes, der Ökologie und der Bewahrung der Schöpfung verbunden.
Vor allem Kinder und junge Erwachsene sollen für Natur und Wissenschaft begeistert werden. Eine Kindergruppe junger Naturforschender, Sonderausstellungen, Vorträge und vielfältige weitere Veranstaltungen laden dazu ein, Wissen mit Freude, Spiel und Entdeckergeist zu vermitteln. Gleichzeitig gehören Sammeln, Bewahren und Forschen zu den zentralen Aufgaben des Museums. „Brehms Welt“ versteht sich dabei als offener Bildungs- und Begegnungsort, der von der Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern lebt – regional ebenso wie national.
