Warum die Erfurter Universität weiter erfolgreiche Zahlen schreibt

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An der Universität Erfurt werden weiter erfreuliche Zahlen hinsichtlich des Wachstums verzeichnet. Zum Wintersemester haben sich die Studentenzahlen nochmals leicht erhöht. Warum das so ist und welche Studiengänge besonders beliebt sind, bzw. welche eher weniger, haben wir einmal näher untersucht. 

1.276 Studienanfänger sorgen für gute Laune

6.165 Studenten sind aktuell an der Universität Erfurt eingeschrieben. Der aktuelle Wert ist abermals ein Rekord für die Hochschule, die erstmals 2017 die 6.000-er Marke knacken konnte. Zum Wintersemester 2019/20 stiegen die Zahlen erneut an, was vor allem mit den Erstsemestern zu begründen ist. Insgesamt 1.276 neue Studenten schrieben sich an der Universität Erfurt zum 1. Semester ein. Dazu kamen weitere 197 Studienanfänger aus dem Ausland, die sich ebenfalls für Erfurt entschieden. Das Interesse an der Einrichtung kommt jedoch nicht von ungefähr, schließlich hält das Studienprogramm eine große Auswahl bereit, aus der fast jeder etwas Interessantes für sich finden sollte.

Bestimmte Bachelor-Studiengänge waren bei Studienanfängern besonders beliebt. Das beginnt bei Internationalen Beziehungen, die in unserer immer globaler werdenden Welt eine wachsende Bedeutung einnehmen. Sie bieten die Möglichkeit, viele Tätigkeitsfelder einzunehmen. Damit geht auch der Master-Studiengang Public Policy einher, der sich als perfekte Fortsetzung für eben jenes Studium erweist. Die weiteren Bachelor-Studiengänge von besonderer Bedeutung kamen allerdings aus einem deutlich anderen Fachgebiet. So zeigten sich die Erziehungswissenschaft, Förderpädagogik sowie Primare und Elementare Bildung von hoher Attraktivität.

Wo liegen die Erfolgsgründe der Universität Erfurt?

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Andere Studiengänge waren hingegen weniger beliebt, da sie wie etwa Slawistik auch sehr spezifisch ausfallen. Traditionell hat Mathematik ebenfalls nicht das Glück, von ausreichend Interessenten gewählt zu werden. Dabei sind die Thematiken überaus vielseitig und beinhalten etwa auch die Hintergründe zu jüngeren technologischen Errungenschaften wie elektronische Währungen. Viele wissen zwar zum Beispiel, dass es die Möglichkeit zum Bitcoin kaufen gibt, wenige allerdings, was wirklich dahinter steckt. Bitcoin zählt weltweit nämlich zu den bekanntesten sowie erfolgreichsten Kryptowährungen und Anlagen und bietet schon allein bezüglich des seines Aufbaus äußerst viel Lernstoff. Wie genau funktioniert eigentlich die unterliegende Blockchain und wie laufen die Transaktionen ab? Um solche Fragen nicht nur oberflächlich, sondern gezielt auch im Detail, zu beantworten, ist ein technisches Studium definitiv hilfreich.

Die Erfolgsgründe der Universität sind vielseitig. Einerseits ist die Landespolitik anzuführen, die den Auftrag der Werbung und Bindung von Fachkräften ernst genommen hat. Mit Aktionen wie dem International Day wird deutlich, wie wichtig der Hochschule die Studenten aus dem Ausland sind. Ebenfalls großen Zuspruch erhielt zuletzt der Science Fair, wo sich auch prominente Gäste wie Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee von den aktuellen Entwicklungen in der Erfurter Forschung überzeugen konnten. Beide Veranstaltungen zeigen die Tiefe im Angebot sowie den Anspruch an sich selbst, die Universität möglichst bedeutsam zu gestalten.

Auch die zweite große Universität Thüringens in Jena kann den Trend bestätigen. Die Studierendenzahlen an der rund 18.000 Studenten umfassenden Hochschule blieben über die letzten Jahre hinweg konstant, so auch im Wintersemester 2019/20. Vor allem der Fakt, dass rund ein Drittel der Erstsemester aus den alten Bundesländern stammen, zeigt die Attraktivität des Standorts Thüringen auf. Es wird spannend zu beobachten sein, ob und wie sich der Trend in den kommenden Jahren fortsetzen wird.