Steuerberater

Steuerberater wurden in der Vergangenheit vor allem von Geschäftskunden engagiert. Doch inzwischen suchen auch immer mehr Privatpersonen einen Steuerberater auf. Das liegt daran, dass es im Steuerrecht zahlreiche Kniffs und Tricks gibt, mit denen man effektiv Steuern sparen kann. Auf diese Weise kann man eine Nachzahlung verringern oder sogar eine Steuerrückerstattung erreichen.
Doch Steuerberater ist leider nicht gleich Steuerberater. Darum gilt es, sich gut zu informieren und den eigenen Bedarf klar einzuschätzen, um dann einen passenden Steuerberater in Erfurt oder Umgebung zu finden.

Wer braucht einen Steuerberater?

Für Privatpersonen ist ein Steuerberater keine Pflicht. Dennoch lohnt es sich in vielen Fällen, die Hilfe eines erfahrenen Steuerberaters in Anspruch zu nehmen. Selbstverständlich gibt es Arbeitnehmer, deren Steuerlast weitgehend unflexibel ist. In solch einem Fall kann man mit ein wenig Recherche das Beste aus der Steuererklärung herausholen. Doch es gibt Konstellationen, in denen man schlichtweg bares Geld verschenkt, wenn man die Steuer selbst erledigt.

Bei gemeinsamer Veranlagung

Wenn Eheleute ihre Steuer gemeinsam einreichen, werden oft zwei Einkommen besteuert. Dabei empfiehlt es sich, eine Steuerkanzlei zurate zu ziehen, um zu ermitteln, welche Lohnsteuerklassen vorteilhafter sind: 4/4 oder 5/3? Weiterhin kann der Steuerberater sicherstellen, dass alle möglichen absetzbaren Kosten steuerlich geltend gemacht werden.

Bei mehreren Einkommensströmen

Das Ausfüllen der Einkommensteuererklärung kann kompliziert sein. Bei einem festen Arbeitslohn oder Gehalt hält sich der Aufwand in Grenzen. Spannend wird es, wenn weitere Einkommensquellen dazu kommen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn man Kapitalerträge jenseits des Freibetrages erwirtschaftet. Auch auf Vermieter kommt zusätzlicher Aufwand zu.

Bei Selbstständigen

Wer selbstständig ist – zumindest im geringfügigen – Rahmen, kann seine Steuer meist auch gut selbst erledigen. Dennoch kann es viele Vorteile haben, einen Steuerberater zu haben. Dieser kann einem erklären, welche Kosten abgesetzt werden können. Wer umsatzsteuer-, buchungs- und bilanzpflichtig ist, entscheidet sich in der Regel ohnehin für die Beratung.

Nach besonderen Jahren

Auch für klassische Arbeitnehmer kann sich die Beratung lohnen. Etwa, wenn das Unternehmen, bei dem man angestellt war, in Insolvenz gegangen ist und Insolvenzgeld bezahlt wurde. Ebenso kann die Steuer nach Abfindungszahlungen oder Sonderleistungen wie Mutterschafts- und Elterngeld komplizierter werden. Ein guter Berater hilft dabei, dennoch das Maximum herauszuholen.

So wählt man den passenden Steuerberater aus

Jeder Steuerberater sollte sein Handwerk verstehen und stets darum bemüht sein, die Steuerlast seiner Klienten zu optimieren. Dennoch gibt es Kriterien, die man auf der Suche nach einem Beratungsbüro beachten sollte.

Fachgebiet

Nicht jeder Steuerberater ist auf allen Gebieten gleichermaßen fit. So gibt es Agenturen, die sich auf Vermieter oder auf Personen, die viel Geld auf dem Kapitalmarkt verdienen, spezialisiert haben. Blogger und Influencer suchen meist Steuerberater, die im Bereich Online-Marketing besonders erfahren sind. Es lohnt sich also, einen Blick auf die Expertise und auf das Portfolio der Agentur in Spe zu werfen, um die beste Beratung zu erhalten.

Nahbarkeit und Fähigkeit zu erklären

Viele Steuerberater lieben ihr Paragrafen-Deutsch. Wenn man nach einer Beratung aus dem Termin herausgeht und das Gefühl hat, nichts verstanden zu haben, ist das ein schlechtes Zeichen. Ein guter Berater sollte Sachverhalte so erklären können, dass auch Laien verstehen, was gemeint ist. Außerdem sollte er ein offenes Ohr für Fragen und Sorgen haben.

Digitalisierung

In der heutigen Zeit läuft vieles digital. Das sollte auch im Steuerbüro der Fall sein. Es empfiehlt sich also, darauf zu achten, dass Buchhaltungsunterlagen auch online an die Agentur verschickt werden können. Ebenso ist es vorteilhaft, wenn das Büro Auswertungen und Ähnliches digital zur Verfügung stellen kann. Das spart Zeit und erhöht die Reaktionsfähigkeit.

Gewissenhaftes und zügiges Arbeiten

Steuerberater haben viel zu tun – besonders, wenn Fristen zum Einreichen der Steuererklärung nahen, zum Quartals- und zum Jahresende. Trotzdem sollten gute Berater so arbeiten, dass alles zügig erledigt ist. So erhaltet ihr schneller Rückmeldung darüber, mit welchem Ausgang ihr bei der Steuer rechnen könnt. Wird ein Steuerberater auf den letzten Drücker fertig, erwartet dann aber noch eine Prüfung und Freigabe durch die Klienten, kann das ärgerlich sein. Natürlich sollten auch die Klienten ihre Unterlagen frühzeitig übermitteln.

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