Wohnflächen, Natur und Sehenswürdigkeiten – über die Lebensqualität in Erfurt

© istock.com/horstgerlach

Erfurt gehört zu den wenigen Städten der Bundesrepublik, in denen die Einwohnerzahl (mehr oder weniger) kontinuierlich ansteigt, ohne dabei Wohnungsknappheit und horrende Mieten zu verursachen. Außerdem hat Erfurt einige wirklich schöne Stadtviertel zu bieten. Die Lebensqualität müsste hier folglich sehr hoch sein. Tatsächlich gibt es aber in vielen Bereichen noch immer Verbesserungsbedarf.

Laut dem Institut für Weltwirtschaft weisen Städte in Thüringen im Bundesdurchschnitt eine vergleichsweise hohe Lebensqualität auf. Besonders beim Energieverbrauch und den Lebenshaltungskosten schnitten die Städte in den neuen Bundesländern generell doch merklich besser ab als die Kommunen in den alten Ländern. Erfurt, eine Stadt mit vielen historischen Sehenswürdigkeiten und ansprechender Natur in der unmittelbaren Umgebung, liegt hier übrigens nur auf dem zweiten Platz hinter Jena. Der Tourismus ist in Erfurt eine kräftige Wachstumsbranche. Schon im Jahr 2012 lag die Zahl der Übernachtungen bei satten 700.000. Die mit einigem Abstand größten Anziehungspunkte für Besucher aus dem In- und Ausland sind das Krämerbrückenfest und der Weihnachtsmarkt in der historischen Altstadt.

In jedem Fall gilt Erfurt als Wachstumsregion mit hohem Zukunftspotenzial. Positiv ins Gewicht fallen die touristisch attraktive Altstadt, die vergleichsweise gute Infrastruktur und die Grünanlagen. All das sind Aspekte, die die Lebensqualität steigern und im Enddefekt auch auf dem Immobiliensektor positiv zu Buche schlagen. Knapp wird der Lebensraum hier aber anscheinend noch nicht: Auf kostenlosen Portalen wie immowelt.de oder anderen gängigen Immobilienportalen finden sich derzeit ausnehmend viele Angebote für Wohnungen in Erfurt aller Preisklassen.

Die Einwohnerentwicklung in Erfurt

Zahlreiche Eingemeindungen, die Ansiedelung verschiedener Unternehmen und die Schaffung attraktiver Wohnflächen haben nach dem kurzzeitigen Einwohnertief nach 1990 für ein stetes Wachstum der Stadt gesorgt. Erfurt hat im Vergleich mit den anderen großen Städten der deutschen Osthälfte, allen voran Magdeburg, Halle, Chemnitz und Rostock, seit der Wende die konstanteste demografische Entwicklung eingeschlagen. Auch die vielen historischen Denkmäler und Sehenswürdigkeiten sowie Theater, Museen und Gärten tragen ihr Scherflein dazu bei. Daher sehen auch die Prognosen für die Zukunft ziemlich gut aus. Verbesserungsbedarf gibt es immer noch im Bereich Mobilität. Und obwohl Erfurt über ein reges Nachtleben verfügt, könnte es im Allgemeinen mehr Freizeitangebote für jüngere Leute geben. Und das hat seinen Grund:

Studenten beleben Erfurt

Bei der Stadtplanung spielen die jungen Leute ohnehin eine große Rolle. Die Universität, die Medizinische Akademie und die Fachhochschule in Erfurt sorgen für eine Belebung der Stadt. Die Hochschulen haben einen tadellosen Ruf und die Universität Erfurt ist sogar die älteste Universität des heutigen Deutschlands. Mehrere tausend Studiosi und mehrere Forschungseinrichtungen machen Erfurt als Unternehmensstandort ebenfalls attraktiv.

Bild: © istock.com/horstgerlach