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Mit Paula Reinisch und Sindy Lenz werden zwei langjährige Spielerinnen von Schwarz-Weiß Erfurt in der kommenden Saison nicht mehr das Erstligatrikot der Thüringerinnen tragen.

Im Profi-Volleyball ist es nicht ungewöhnlich, dass Spielerinnen meist nur ein oder zwei Jahre bei einem Verein bleiben und dann weiterziehen. Dass Spielerinnen über mehrere Jahre einem Ort die Treue halten, ist dagegen eher seltener der Fall. Zu Letzteren zählen Paula Reinisch und Sindy Lenz.

Die gebürtige Schwedterin, Sindy Lenz, kam 2018 vom Bundesnachwuchsstützpunkt aus Berlin in die Thüringer Landeshauptstadt und absolvierte dort vier Saisons in der 1. Bundesliga, nahm eine gute Entwicklung und erlebte viele Höhen und Tiefen eines Sportlerlebens mit. „Nun ist es Zeit, um mich intensiver um mein Studium für chemische Verfahrenstechnik zu kümmern und dort voranzukommen“, sagt die 23-Jährige über ihre Pläne, weshalb sie den Volleyball zumindest vorerst zur Seite legt, aber mit Freund Felix in Erfurt wohnen bleibt.

Ähnliche Gründe sind es bei der gleichaltrigen Paula Reinisch, dem Profi-Volleyball den Rücken zu kehren. „Ich schließe bald mein Bachelor-Studium ab und beginne dann mein Master-Studium, was mich noch intensiver fordert“, sagt die angehende Grundschullehrerin zu ihren Beweggründen. „Das lässt sich vom Aufwand her nur schwer mit Volleyball auf diesem Niveau verbinden.“ Paula Reinisch ist, was Vereinstreue betrifft, etwas ganz Besonderes. Von Kind an durchlief sie alle Stationen beim SWE Volley-Team bis zum Erwachsenenbereich, wo sie 2016 zur Aufstiegsmannschaft in die 1. Bundesliga gehörte. Nun wird sie erstmals im Herbst nicht mehr das Trikot der Schwarz-Weißen überstreifen. Dass sie dem Volleyball ab sofort abschwört, dürfte nicht ihr Ding sein. Etwas im Beach-Volleyball unterwegs zu sein und vielleicht in einer anderen Spielklasse in der Halle, kann sich die Annahmespezialistin durchaus vorstellen. Auch ihr Wissen an jüngere Spielerinnen als Trainerin eines Tages weiterzugeben, ist für die Erfurterin denkbar.

Geschäftsführer Thomas Recknagel, gleichzeitig seit Jahren Vizepräsident beim SWE Volley-Team, hat den Weg der beiden Außenangreiferinnen über Jahre verfolgt und weiß zu schätzen, was sie für den Verein geleistet haben: „Sindy kam als junge Spielerin und hat sich hier zu einer Stütze in der Mannschaft entwickelt. Paula hat von klein auf bei uns das Volleyballspielen erlernt und steht exemplarisch für den Weg, sich in unserem Verein im besten Fall bis zur Bundesligaspielerin zu entwickeln. Wir bedanken uns bei Paula und Sindy sehr herzlich für ihren jahrelangen Einsatz und wünschen ihnen für ihre Zukunft alles Gute.“ StS, Fotos: Sebastian Schmidt und Sebastian Dühring

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