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Als Außenseiter reist Schwarz-Weiß Erfurt am Samstag zum Thüringenderby in die Suhler Wolfsgrube. Um 19 Uhr ist Anpfiff für das stets mit Spannung erwartete Duell der beiden Teams.

Im Vorjahr war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das sich die beiden Thüringer Rivalen in den Niederungen der Bundesliga-Tabelle lieferten. Das mit Spannung am letzten Spieltag erwartete Derby musste wegen der sich ausbreitenden Corona-Pandemie abgesagt werden.

Jetzt, neun Monate später, wo es zum erneuten Aufeinandertreffen kommt, stellt sich die Situation etwas anders dar. Erfurt ist mit erst einem Sieg Tabellenletzter, während die Südthüringerinnen mit fünf Siegen aus neun Partien auf einem beachtlichen fünften Platz rangieren. „Suhl hat einen Lauf, große Teams besiegt und sie sind der Favorit am Samstag“, weiß Erfurts Trainer Dirk Sauermann um die Rollenverteilung im Thüringenderby. Die Gastgeberinnen sind, nach einer für sie enttäuschenden Saison, mit einer fast komplett neuformierten Truppe ins Rennen gegangen. Einzig Routinier und Kapitänin Claudia Steger ist noch übriggeblieben. Mit dem Ungarn Laszlo Hollosy wurde auch die Stelle des Cheftrainers neu besetzt und dieser hatte offenbar ein gutes Händchen bei der Zusammenstellung seiner Mannschaft.

Mit Landsfrau Agnes Pallag und Claudia Steger hat sich ein stabiles Annahme-/Außenangriff-Paar gefunden, dazu ist auch das Diagonal-Angreiferinnen-Duo Danielle Harbin/Jelena Sunjic äußerst schlagkräftig. Auf Zuspiel ist mit Vedrana Jaksetic eine variable Taktgeberin auf dem Spielfeld, die sich auf die talentierte, in Schwerin ausgebildete Libera Elisa Lohmann verlassen kann. „Eine Mannschaft mit einiger Erfahrung“, urteilt Dirk Sauermann über den kommenden Gegner.

Dennoch wird Erfurt kämpferisch ins Geschehen gehen: „Wir geben Vollgas und hauen alles rein“, gibt sich Erfurts Kapitänin, Michelle Petter, angriffslustig. Gleiches erwartet Erfurts Trainer: „Sicher wird es ein Derby mit viel Kampfgeist. Wir werden aber versuchen, unser Spiel zu spielen und aggressiv, im positiven Sinne, in dieses Spiel gehen. Meine Mannschaft weiß um die Bedeutung dieses Derbys.“

Die Würze, ein beiderseitiges, enthusiastisches Publikum, wird es leider nicht geben. Für alle Volleyballfans steht somit nur der kostenlose Livestream auf sporttotal.tv zur Verfügung.
(StS, Fotos: Sebastian Dühring)

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