Baristas und die hohe Kunst des Kaffeekochens

Was für den Barkeeper der ultimative Cocktail, ist für den Barista der Kaffee. Wer den Barista als Kaffeeausschenker sieht, unterschätzt seine Fähigkeiten gewaltig. In Australien werden Barista wie Stars behandelt, und auch in Deutschland steigt das Ansehen der Barista stetig. Denn ein guter Barista kann weitaus mehr, als köstlichen Kaffee zuzubereiten. Er besitzt umfangreiches Wissen über Mahlung, Röstung, Ernte und die Herkunft der Kaffeebohnen und beherrscht die Kaffeemaschine um die Basis seiner Kunstwerke, den perfekten Espresso, herzustellen.

Wie wichtig ist den Menschen eine hohe Kaffeequalität?

In der heutigen hektischen und schnelllebigen Zeit gewinnt ein kurzer Stopp, ein Durchatmen und Entspannen in einem Kaffeehaus bei einer guten Tasse Kaffee, Espresso, Latte Macchiato oder Cappuccino immer mehr an Bedeutung. Das Lieblingsgetränk der Deutschen ist der Kaffee, und der sollte möglichst köstlich und individuell verfeinert sein. Die Auszeit im Café trägt außerdem entscheidend zum Steigern des Wohlbefindens bei und der Barista spielt die Hauptrolle für das möglichst gute Gelingen.

Was macht einen guten Barista aus?

In erster Linie muss ein guter Barista die Liebe zum Kaffee und ein gutes Geschmacksempfinden mitbringen. Denn ein guter Kaffee entsteht aus dem Zusammenspiel

– einer guten Bohne
– der Maschine und deren Einstellung und
– den Fähigkeiten des Barista.

Wem das Gespür oder das Verständnis für diese Zusammenhänge fehlt, aus dem kann nie ein guter Barista werden. Darüber hinaus sind es die kleinen Dinge, die einen guten Barista ausmachen. Mit welcher Geschwindigkeit soll das Wasser durch den Kaffee laufen? Läuft es zu schnell, schmeckt der Kaffee sauer, läuft es zu langsam, schmeckt der Kaffee bitter. Wie ist die Luftfeuchtigkeit? Denn davon hängt die Dosierung des Kaffees ab. Brühe ich mit 93 Grad, mit 93,5 Grad oder mit 93,8 Grad? Mit der akribischen Feineinstellung der Maschine beginnt der Arbeitsalltag des Baristas.

Wie wird man Barista?

Die Berufsbezeichnung Barista ist nicht geschützt, jedenfalls noch nicht. Das heißt, jeder, der der Meinung ist, einen guten Kaffee brühen zu können, kann sich Barista nennen. Trotz bereits jahrelang andauerndem Kampf der Barista, den Beruf zu einem Ausbildungsberuf zu machen, gibt es bislang nur die Möglichkeit, seine Fertigkeiten in speziellen Seminaren, wie z.B. bei der Tchibo Coffee Service Kaffeeakademie zu erwerben und zu bescheinigen. Für den Erwerb einer Bescheinigung müssen Kenntnisse in Wissen über Rohkaffee, Kaffee-Einführung, Sensorik, Mahlen, Rösten und Brühen nachgewiesen werden. Doch Seminare liefern nur das Grundwissen um den Beruf des Barista ausführen zu können. Ein Kaffee-Experte ist man nach Abschluss dieser Seminare noch nicht. Um ein perfekter Barista zu werden, dauert es einige Jahre. Und neben all den technischen Finessen und dem Know-how, das ein Barista mitbringen muss, trägt er noch die Bürde eines Dienstleistungsgewerbes. Freundlichkeit und Einfühlungsvermögen gehören ebenso zu seinem positiven Erscheinungsbild wie Können und Wissen.

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