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Dieses Jahr sollte es nach Erfurt gehen. Das war der Vorschlag der Buchhalterin. Betriebsausflug mit Stadtbesichtigung und Mittagessen organisieren, so lautete also der Auftrag an den Geschäftsführer der kleinen Firma. Eine Idee für eine Erinnerung an den schönen Tag galt es auch zu finden.

Das Mittagessen

Ein Restaurant für die gemeinsame Mahlzeit war schnell gefunden. Gibt es doch in der historischen Altstadt zahlreiche Restaurants, die Thüringer Spezialitäten anbieten. Der Ausflugsort sollte auch kulinarisch entdeckt werden. Bestimmt gibt es noch mehr Leckereien als Thüringer Rostbratwurst und Thüringer Klöße. Wobei das schon zwei echte Leckerbissen sind. Ein Anruf und der Tisch für 25 Personen war reserviert. Verhungern würde auf der Tour also niemand.

Das Mitbringsel

Nun galt es, eine Idee für ein Erinnerungsgeschenk zu entwickeln. Tagelang dachte der Geschäftsführer in jeder Pause angestrengt nach. Und wieder war es die Buchhalterin, die den entscheidenden Hinweis gab. In der Kaffeepause räumten sie gemeinsam die Spülmaschine ein. Da sagte sie ganz beiläufig, die Tassen sähen inzwischen nicht mehr schön aus. Es müssten doch mal neue angeschafft werden. Das war es doch. In Erfurt könnte ein schöner Platz für ein Gruppenfoto gesucht werden. Und damit ließen sich für jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter als Erinnerung bedruckte Tassen bestellen. Dann könne man bei jedem Kaffee zukünftig an den schönen Ausflug zurückdenken.

Die Stadtbesichtigung

Bucht man lieber eine Stadtführung oder macht sich selbst ein wenig schlau über die Sehenswürdigkeiten in Erfurt? Diese Frage beschäftigte den Organisator als nächstes. Er entschloss sich dazu, erstmal zu recherchieren. Und dabei kam er aus dem Staunen nicht mehr heraus. Eine Liste der Sehenswürdigkeiten wurde erstellt. Der Petersberg mit den Resten der alten Zitadelle sollte besichtigt werden. Wurde das Gelände doch mittlerweile zu einer wunderschönen Parklandschaft umgestaltet. Unweit davon dürfen natürlich der Dom und die Severikirche nicht fehlen. Beide bieten als Zusammenspiel einen imposanten Anblick. Und vielleicht bieten sich die Domstufen als guter Platz für das Gruppenfoto an. Vom Domplatz aus geht es in die mittelalterliche Stadt. Und da gehört das alte Rathaus zu den Gebäuden, die man gesehen haben muss. Und natürlich die Krämerbrücke nicht zu vergessen, eine überbaute Brücke, wie man sie sonst eher aus der Toskana kennt. Immer mehr Kirchen, eine alte Synagoge und sogar ein Kloster begegneten ihm bei seiner Recherche. Und gab es nicht mal einen prominenten Mönch in diesem Augustinerkloster in Erfurt? Martin Luther lebte und forschte von 1501 bis 1511 in Erfurt und trat 1505 in das Augustinerkloster Erfurt ein. Es würde also eine Stadt besichtigt werden, die im Mittelalter weitreichende Bedeutung für die Kultur und Geschichte Deutschlands hatte. Letztendlich entschloss man sich dazu, eine professionelle Stadtführung zu buchen. Die Gästeführerinnen und Gästeführer aus Erfurt wissen halt nochmal mehr von ihrer schönen Stadt zu erzählen.

Der Ausflug

Inzwischen ist der Ausflug zwei Wochen her. Die Sekretärin des Chefs hatte einen komfortablen Bus gebucht, der alle sicher nach Erfurt und wieder zurückgebracht hat. Die Gruppe wurde freundlich durch die Stadt geführt und erfuhr dabei viel Wissenswertes. Das Mittagessen war hervorragend. Die meisten entschieden sich tatsächlich für Thüringer Rostbratwürste oder Rouladen mit Thüringer Klößen und Kraut. Und auf Empfehlung der Kellnerin genossen viele ein kühles Schwarzbier, für das die Region bekannt ist. Anschließend blieb noch Zeit für einen Bummel durch die Altstadt und natürlich durch die schönen Handwerksläden auf der Krämerbrücke.

Wieder in der Firma

Seit einer Woche genießen nun alle ihren Kaffee aus den neuen Tassen. Das Gruppenfoto wurde übrigens nicht vor dem Dom, sondern bei Fuchs und Elster, die viele vom Sandmännchen her kennen, auf dem Theaterplatz gemacht. In der ganzen Stadt Erfurt stehen Figuren des Fernsehsenders Kinderkanal verteilt.

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