Sechs Frauen und ein Mann stehen beisammen und halten Flyer, Beutel und Zettel in der Hand.

Das Netzwerk der Frühen Hilfen in Erfurt ist um einen Kooperationspartner reicher. Künftig können auch junge Eltern im Katholischen Krankenhaus direkt vom Angebot des Jugendamtes profitieren.

Mitarbeiter des Jugendamtes verteilen bereits seit 2020 in der Geburtsstation des Helios Klinikums oder an die Eltern zu Hause bedruckte Erfurt-Beutel mit den Strickwaren und zahlreichem Informationsmaterial. In dem beigelegten Ordner gibt es Anhaltspunkte für wirtschaftliche Hilfen für Familien, Betreuungsangebote für Kinder, Beratung und Hilfe für Eltern, Angebote für Familien und Gesundheit und Entwicklung. Hinzu kommen noch eine Zahnbürste vom Gesundheitsamt, ein Schreiben des Oberbürgermeisters, ein Bilderbuch und besondere Stücke aus den Kreisen der Strick- und der Näh-Omis. Dazu gehören kleine Kissen oder auch Söckchen, Mützen, Schals oder Kuscheltiere.

„Ich freue mich, dass es jetzt auch endlich bei uns losgehen konnte zum 1. Dezember. Unsere Kinderkrankenschwestern hatten schon lange darauf gewartet“, sagt Kerstin Träger, Mitarbeiterin im Katholischen Krankenhaus „St. Johann Nepomuk“. Die entsprechende Kooperationsvereinbarung hatte Thomas Trier, Leiter des Jugendamtes, bereits vor ein paar Wochen unterschrieben. „Dieses Projekt ist ein gutes Beispiel dafür, zu zeigen, dass wir beim Jugendamt nicht nur die Bösen sind, die die Kinder wegnehmen. Im Gegenteil. Wir sind stets als Ansprechpartner da und vermitteln entsprechende Hilfsangebote“, betont Trier.

„Es gibt in Erfurt viele tolle Angebote für junge Eltern. Sie müssen nur wissen, wie sie diese in Anspruch nehmen können“, sagt Jana Posner-Jauch, Koordinatorin der Frühen Hilfen.

In der Landeshauptstadt werden pro Jahr rund 2.000 Kinder geboren, davon zwischen 500 und 700 im Katholischen Krankenhaus.

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