Erfurt verliert das Thüringenderby | Schwarz-Weiß-Erfurt


Die Damen von Schwarz-Weiß Erfurt haben das Thüringenderby in der ausverkauften Riethsporthalle gegen den VfB Suhl LOTTO Thüringen mit 1:3 verloren. Eine ärgerliche Niederlage, denn es war aus Gastgebersicht weit mehr möglich.

1250 Zuschauer, darunter etwa 350 Gästefans, waren in den Erfurter Norden gekommen und bekamen das erwartet spannende Derby von beiden Mannschaften serviert. Bei prächtiger Stimmung diktierte zunächst der Gast das Geschehen und lag bis zum 20:17 stets leicht in Führung. Das bessere Finish hatten dann aber die Erfurterinnen, die den Spieß umdrehen konnten und sich den Satz noch mit 25:22 holten. Die favorisiert ins Spiel gegangenen Gäste, die auf die verletzte Libera Rene Sain verzichten mussten (für sie organisierte die junge Sophie Tauchert erstmals von Beginn an die Annahme und Abwehr), waren nun angestachelt und starteten mit einem 11:3 in den zweiten Satz. Die SWE-Damen ließen sich jedoch nicht hängen und kamen wieder heran (18:21), die Hypothek des verpatzten Satzbeginns vermochten sie jedoch nicht mehr wett zu machen. Suhl gewann den zweiten Durchgang 25:19 und glich somit zum 1:1 nach Sätzen aus.

Nach der 10-Minuten-Pause ging es weiter im munteren Schlagabtausch. Bis zur Satzmitte (12:11) lagen beide gleichauf. Dann schafften es die SWE-Damen, sich auf 22:18 abzusetzen und der Zielstrich für das Erreichen des ersten Punktes war in Sichtweite. Dass die Gastgeberinnen dann keinen einzigen Punkt mehr machten, war der erste Knackpunkt, der der Partie seine Richtung gab. Im vierten Satz sollte sich Ähnliches wiederholen. Über 5:1, 10:6 und 19:15 lagen die Gastgeberinnen stets in Führung, ließen den VfB zwischenzeitlich zwar aufkommen, aber ließen ihn nicht zum Ausgleich kommen. Dass man den Gästen dann aber ein Serie von neun Punkten (!) gestattete, weil sämtliche Angriffsversuche teils kläglich scheiterten, war nicht erklärbar, nachvollziehbar und darf in der 1. Bundesliga einfach nicht passieren. Die Gäste, die glückselig gar nicht so richtig wussten wie ihnen positiv geschieht, durften nach zwei vergebenen Matchbällen letztendlich jubeln 25:21 und 3:1 – die Revanche für das verlorene Hinspiel war gelungen.

Auf Erfurter Seite musste man analysieren, dass weit mehr möglich gewesen wäre. Wer allerdings zwei so indiskutable Satzfinishs hinlegt, der muss sich nicht wundern, wenn er am Ende mit leeren Händen dasteht. Zwar hat sich am Tabellenbild aus Erfurter Sicht nichts Wesentliches geändert, aber mit jedem weiteren verlorenen Spiel und dem Vergeben bester Möglichkeiten zu punkten, werden die Chancen auf den Klassenerhalt geringer. (StS)



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