Die neue Anlage macht ihrem Namen alle Ehre. Über 90 Bäume dienen den Tieren als Kletter- und Ruheort, aber auch Sonnenplätze sind in diesem Wald vorhanden. Auf verschlungenen Pfaden führt der Weg die Besucher ganz nah an den Tieren vorbei.

Die Lemuren sind Feuchtnasenaffen und in ihrer Verbreitung auf Madagaskar beschränkt. Der stark gefährdete Rote Vari kommt nur im Bereich der nordöstlichen Halbinsel Masoala vor, der Katta hingegen ist im südwestlichen Madagaskar zu Hause. Die beiden Arten werden im neuen Gehege gemeinsam gehalten.

Die Gemeinschaftshaltung von verschiedenen Tierarten verspricht für die Besucher spannend zu werden, da sie die Tiere in Interaktion beobachten können. Auch die Tiere selbst erhalten dadurch eine zusätzliche Beschäftigung und Abwechslung in ihrem Zooalltag.

 

Als einziger Zoo der Welt außerhalb Indiens, präsentiert der Thüringer Zoopark Erfurt in einem zweiten Gehege die Nilgirilanguren. Diese gefährdete Primatenart gehört zu den echten Affen und ist nach ihrer Heimat, dem südindischen Nilgirigebirge, benannt. Die Nilgirilanguren sind heute bedroht durch Habitatverlust und Jagd.

 

Der begehbare Lemurenwald wurde in acht Monaten Bauzeit fertig gestellt.