Am Samstag bestreiten unsere Schwarz-Weiß-Damen das erste Heimspiel der Saison 2020/2021. Um 18 Uhr ist Anpfiff der Begegnung in der Riethsporthalle gegen den SC Potsdam.

Bereits am Donnerstagabend wurde der Spielboden in der Erfurter Riethsporthalle von vielen fleißigen Helfern ausgelegt und im Anschluss von der Fa. Stadermann grundgereinigt. Beim Blick durch die Halle kommt so langsam die Vorfreude auf das erste Heimspiel auf. Jedoch geht immer wieder der bange Blick auf den Inzidenzwert in der Thüringer Landeshauptstadt. Dieser kletterte am Donnerstag auf 30 – Tendenz steigend. „Ich hoffe, dass wir nicht kurzfristig noch weitere Beschränkungen in der Kapazität auferlegt bekommen“, blickt Präsident Michael Panse sorgenvoll auf sein Handy. Verbunden mit der Hoffnung, dass am Samstagabend alle möglichen 434 Zuschauerplätze belegt sind. Zusammen mit Geschäftsführer Christian Beutler und Rainer Schüffler führte er die Helferschar durch die Halle, um das Hygienekonzept zu erklären und die Ordner für die Spieltage einzuteilen. Gut 20 werden gebraucht, um die Auflagen des Gesundheitsamtes zu erfüllen.

Währenddessen saß Coach Dirk Sauermann längere Zeit mit seiner Kapitänin, Michelle Petter, am Spielfeldrand. Was der Inhalt dieser Unterhaltung war, blieb unter vier Augen. Kaum Geheimnisse macht der 45-Jährige um die aktuelle Kadersituation. „Sabrina Krause ist nach ihrer Fußverletzung in physiotherapeutischer Behandlung“, ein Einsatz scheint unmöglich. Bei zwei Angreiferinnen gab es unter der Woche auch gesundheitliche Probleme – Einsatz ebenfalls offen. Auf der Mittelblock-Position hat er sich als Backup die erst 16-Jährige Franca Merte ins Team geholt. Die Nachwuchsspielerin, die sonst im Regionalligateam zum Einsatz kommt und als sehr talentiert gilt, braucht allerdings noch etwas Eingewöhnungszeit. „Sie ist sehr schüchtern, aber das wird schon“, ist Sauermann optimistisch.

Mit Blick auf die Partie am Samstag und den Gegner, merkt man dem Erfurter Coach den Respekt an. „Das ist eines der Top-Vier-Teams der Liga, vielleicht gar Top-Drei“. Neben der im Vorjahr noch im Erfurter Trikot spielenden Lindsay Flory, hat Sauermann mit der brasilianischen Zuspielerin Ana Tiemi Takagui eine herausragende Spielerin ausgemacht. „Sie verteilt die Bälle sehr gut, mit einigen Überraschungsmomenten“. Aber auch den Angreiferinnen gilt sein Respekt. „Laura Emonts ist erfahren und gut drauf. Wenn Abercrombie einen guten Tag hat, ist sie auch nur schwer aufzuhalten. Antonia Stautz ist eine sichere Bank, was sie zuletzt im Heimspiel gegen Schwerin bewiesen hat“, weiß er auch um die Qualitäten der früheren Erfurterin und jetzigen Kapitänin des SC Potsdam.

Wie nun den favorisierten Gästen beikommen? „Wir wollen Nadelstiche setzen, uns Chancen erarbeiten und dann schauen, was möglich ist“, lautet das Rezept des Trainers. Dabei hofft er, dass seine Spielerinnen auch das notwendige Risiko nicht scheuen.

Es wird darauf hingewiesen, dass sich die Zuschauer bitte die Eintrittskarten im Vorverkauf sichern und frühzeitig an der Halle erscheinen (Hallenöffnung 17 Uhr). Eine bereits ausgefüllt mitgebrachte Selbsterklärung verkürzt das Warten am Eingangsbereich. Hinweise zum Hygienekonzept sind unter www.schwarz-weiss-erfurt.de zu finden. Den Anordnungen des Ordnerpersonals ist unbedingt Folge zu leisten, um die Austragung zukünftiger Heimspiele nicht zu gefährden. (StS)

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