In der letzten englischen Woche Kurs Meisterschaft beibehalten


Nach dem Freitagspiel in Bukarest, dem Mittwochspiel gegen den VfL Oldenburg, geht am Samstag für den Thüringer HC die letzte englische Woche zu Ende. In diesem zweiten Bundesligaspiel in Folge ist die Ausgangslage gleich, der THC ist Favorit, will und muss gewinnen, um den Kampf um die Meisterschaft offen zu halten.

Rückblick:

Über den Verlauf der letzten englischen Woche des Thüringer HC zeigt sich Herbert Müller überaus zufrieden. Nach dem überraschend starken Auftritt in Bukarest, vor allem in der zweiten Halbzeit, wo sogar ein Sieg gegen den hohen Favoriten möglich gewesen wär, hat der THC die EHF Champions League Hauptrunde würdig abgeschlossen. Mit Beginn gestern liegt jetzt die volle Konzentration auf der Bundesliga, mit dem Ziel Meisterschaft. Wenn man im nächsten Jahr wieder in der Königsklasse des europäischen Frauenhandballs spielen will, muss die Mannschaft mindestens Zweiter werden. Wer den THC kennt, weiß dass er sich damit nicht zufriedengibt. So hat die Mannschaft am Mittwoch in der ersten Halbzeit einen überragenden Handball gespielt. Der Gegner wurde aus einer sicheren Abwehr heraus nahezu überrollt. Mit 18:7 wurde ein überdeutliches Halbzeitergebnis erzielt. In die zweite Hälfte startete die Mannschaft bravourös, erhöhte bis zur 40. Minute auf plus 16 Tore. Oldenburg stellte in der Deckung auf vier – zwei um, bekam besser Zugriff und „dann wollte ich zu viel“, sagt Herbert Müller. Er sah die Chance, für die Tordifferenz zu spielen, und trieb seine Mädels pausenlos nach vorn. Dadurch schlichen sich Fehler ein. Fehlwürfe brachten den Gegner wieder ins Spiel, das Sieben gegen Sechs wollte nicht mehr so gut wie zuvor funktionieren. Die Gäste verkürzten bis auf minus zehn. Hinten heraus fing sich der THC noch einmal. „Hätte mir einer vorhergesagt, dass wir mit 13 Toren plus gewinnen, ich hätte freudig angenommen“, sagte Herbert Müller und zog ein positives Fazit des Spiels.

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Alicia Stolle (links) trifft am Samstag in der Salzahalle auf ihren ehemaligen Verein. (Foto: A. Mühlbach/THC Archiv).

Zum Spiel:

Schon am Samstag geht es mit einem Heimspiel gegen die HSG Blomberg-Lippe in der Bundesliga weiter. Die Ausgangslage ist gleich, der THC ist als Gastgeber klarer Favorit, obwohl man sich im Hinspiel in Blomberg beim 29:28 schwergetan hatte. Der Thüringer HC muss und will die Favoritenrolle annehmen und gewinnen. Immerhin ist die Saison bei noch neun ausstehenden Punktspielen sehr lang und Herbert Müller sieht für seinen THC gegenüber der Konkurrenz das schwierigere Restprogramm. „Blomberg-Lippe darf man auf keinen Fall unterschätzen, die kämpfen bis zum Schluss, spielen einen schnellen Handball und haben mit Anna Monz eine gute Torhüterin, gegen die man konzentriert werfen muss“, warnt Herbert Müller. Es wird darauf ankommen, die körperlichen Vorteile auszuspielen, um so wichtige Punkte zu holen. Alles andere als ein Sieg wäre eine herbe Enttäuschung.

Zum Kader:

Es gibt derzeit keine Veränderungen. Kerstin Wohlbold ist noch im Urlaub. Saskia Lang steigt nach langer Verletzungspause wieder ins Training ein. Am Sonntag fahren die meisten Spielerinnen zu ihren Nationalmannschaften. Für den am 18. März im ostfriesischen Leer beginnenden Lehrgang berief Bundestrainer Henk Groener die THC-Spielerinnen Emily Bölk, Ina Großmann, Meike Schmelzer und Alicia Stolle in den Kader. Die wenigen die hier verbleiben, bekommen ein Sonderprogramm, was sie selbst absolvieren müssen. Das Training beginnt dann wieder am Montag, den 25. März.



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