Internationaler Museumstag im Erinnerungsort Topf & Söhne

Internationaler Museumstag im Erinnerungsort Topf & Söhne



Zum Internationalen Museumstag am Sonntag, dem 19. Mai, öffnet der Erinnerungsort Topf & Söhne seine Fachbibliothek und Mediathek für Besucher und lädt zur Führung in der Sonderausstellung „Angezettelt“ ein.

Foto: Recherche zu Lebensgeschichten in der Bibliothek des Erinnerungsortes
Foto: © Stadtverwaltung Erfurt, Boris Hajdukovic

Die wissenschaftliche Präsenzbibliothek des Erinnerungsortes Topf & Söhne bietet mit über 3.300 Büchern und anderen Medien einen großen Fundus für Alle, die sich über den Nationalsozialismus, die Shoah, jüdische Geschichte und Erinnerungskultur informieren möchten. Zum Internationalen Museumstag ist diese Bibliothek von 14:00 bis 18:00 Uhr geöffnet und ermöglicht den Besuchern freien Zugang ohne Voranmeldung. Fachkundige Betreuung leistet die Bibliothekarin Manuela Wilbricht, Mitglied des Förderkreises. Zugänglich sind auch die Filminterviews mit Überlebenden der nationalsozialistischen Vernichtung in der Mediathek. Ihre Botschaft, die Grundsolidarität des Menschen mit dem Menschen nicht aufzugeben, ist von berührender Aktualität.

Um 15:30 Uhr findet am selben Tag eine öffentliche Führung durch die neue Sonderausstellung „Angezettelt. Antisemitische und rassistische Aufkleber von 1880 bis heute“ mit der Volontärin Lisa Caspari statt. Sichtbar wird dort eine Alltagsgeschichte von Judenfeindschaft und Rassismus in der Zeit der Kaiserreichs, der Weimarer Republik, des Nationalsozialismus und der Bundesrepublik bis heute, aber auch der Widerstand gegen diese Botschaften der Ausgrenzung und Abwertung von Menschen.

Neben dieser Sonderausstellung sind auch die Dauerausstellungen „Techniker der ‘Endlösung’. Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz“ und „Jüdische Nachbarn. Integriert, ausgegrenzt, ermordet“ von 10:00 bis 18:00 Uhr kostenfrei geöffnet.



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