Kredite: Segen und Schuldenfalle

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Zum einen sind Kredite ein wahrer Segen. Schließlich lassen sich heutzutage größere Investitionen kaum noch ohne Fremdgeld verwirklichen. Die Anschaffung eines Autos, der Hausbau oder Kauf einer Immobilie rückt hierdurch in greifbare Nähe. Allerdings kann geliehenes Geld auch ganz schnell in die Schuldenfalle führen, da die Rückzahlungen und weitere Gebühren sowie Bedingungen eines Kredits unterschätzt werden. Besonders junge Menschen verschulden sich leichter.

Schufa-Einträge bestimmen Bonität
Wenn Kredite verweigert, EC-Karten gesperrt und der Abschluss eines neuen Vertrags abgelehnt wird, dann ist hieran meist eine schlechte Bonität schuld. Die Spuren lassen sich meist auf die deutsche führende Auskunftei Schufa zurückführen. Denn diese bewertet die Bonität jedes einzelnen anhand der gesammelten Daten und gibt anschließend an weitere Unternehmen Empfehlungen ab. Ist die Bonität negativ, so wird ein negativer Schufa-Eintrag abgelehnt. Zwar ist dies eine Sicherheitsfunktion für Vertragspartner, für Verschuldete kann dieser Eintrag aber schnell zu einer wirtschaftlichen Abwärtsspirale führen. Ein negativer Schufa-Eintrag wird in der Regel nur durch begleichen der Schulden wieder aufgehoben. Unter speziellen Umständen lässt sich ein solcher Eintrag aber auch löschen. Wer dringend einen Kredit benötigt, kann sich aber auch trotz negativem Schufa-Eintrag umsehen. Spezielle Angebote ermöglichen die Aufnahme eines Kredits auch ohne Bonitätsprüfung. Mehr Informationen dazu finden Sie auf dem Ratgeberportal trotz-schufa.org.

Unterstützung für verschuldete
Wer sich verschuldet wird häufig von Scham heimgesucht. Dabei kann jeder in finanzielle Schwierigkeiten gelangen. Dies geschieht oft unverhofft und leichter als vielleicht erwartet. Wird eine Verschuldung erkannt, so sollten die Betroffen so schnell wie möglich handeln.
Im besten Fall werden lokale Vereine oder Institutionen aufgesucht, welche ihre Hilfe größtenteils auch kostenlos für in die Schuldenfalle geratene Personen anbieten.
Die Schuldnerberatung berät professionell, hilft bei Umschuldungen und führt den Weg aus den Schulden an.
Die finanzielle Notlage sollte auch Verwandten und Freunden nicht verschwiegen werden. Schließlich kann man sich von genau diesen, Verständnis und eventuell auch Hilfe erwarten. Die Hilfe muss hierbei nicht unbedingt finanziell erfolgen.

Schufa-Auskunft und DSGVO
Die Datenschutzgrundverordnung ändert einiges für die Auskunfteien. Schließlich war die Datenverarbeitung durch die Schufa bisher durch das eher schwammig formulierte Bundesdatenschutzgesetz vorgegeben. Doch ab Mai 2018 ist nun ebenfalls die DSGVO für die Auskunfteien zuständig. Hierdurch ist eine entsprechende Datenverarbeitung nur noch dann zulässig, wenn eine entsprechende Erlaubnis durch die betroffene Person vorliegt. Ebenso dürfen Daten nur noch dann verarbeitet werden, wenn diese zur Erfüllung eines Vertrags oder zur Durchführung einer vorvertraglichen Maßnahme verwendet werden müssen.
Dank der DSGVO muss die Schufa aber nun auch ihrer Informationspflicht nachkommen. Denn diese besagt, dass Betroffene jederzeit Einsicht in die von einem Unternehmen gesammelten personenbezogenen Daten erhalten darf. 

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