Ein Mann vor einem Bild



Im Alter von 92 Jahren ist der österreichische Ausnahmekünstler Arik Brauer am vergangenen Wochenende im Kreise seiner Familie in Wien gestorben. Als Mitbegründer und Vertreter der „Wiener Schule des Phantastischen Realismus“ erreichte er internationale Anerkennung und arbeitete engagiert bis ins hohe Alter an seiner Kunst.

Foto: Arik Brauer in der Ausstellung in der Kunsthalle (2019
Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Vom 8. April bis 27. Oktober 2019 war in der Kunsthalle Erfurt die Ausstellung „Arik Brauer. Phantastisch-Realistisch. Ein Lebenswerk“ zu sehen, bei deren Eröffnung am 3. August der Künstler persönlich anwesend war. Zum 90. Geburtstag von Arik Brauer widmete die Kunsthalle Erfurt im Rahmen der Achava-Festspiele 2019 dem Künstler eine umfassende Ausstellung und zeigte 148 ausgewählte Malereien, Zeichnungen und Druckgrafiken, welche überwiegend aus den letzten drei Jahrzehnten seines Schaffens stammten. Kuratiert wurde die Ausstellung von Arik Brauers ältester Tochter Timna Brauer.

Neben phantastisch geformten Figuren, strahlenden Farbwelten und immer wiederkehrenden Elementen waren seine Werke auch von politischen, emanzipatorischen und ökologischen Themen geprägt. Ob Rassismus, Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, Kriege, Frauenrechte oder der durch menschliche Gier verursachte globale ökologische Notstand – nie ließ ihn das Zeitgeschehen kalt, als Mensch nicht und auch nicht als Künstler. Zu vielen Malereien in Öl- und Temperafarben verfasste Arik Brauer Kommentare, die einmal mehr seine Begabung für pointierten sprachlichen Ausdruck offenbaren, einen Sinn für den Hintersinn, und seine philosophisch fundierte Weisheit, worin er die vielen Einzelerfahrungen und Geschichten unter dem Leitmotiv umfassender Verbundenheit, der Mitmenschlichkeit vereint.

Auf der Website der Kunsthalle Erfurt ist ein Video aus der Ausstellung verfügbar, in dem Arik Brauer die Schau und seine Kunst kommentiert.



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