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Im vorletzten Auswärtsspiel der Saison musste Schwarz-Weiß Erfurt beim neuen Tabellendritten, SC Potsdam, eine deutliche 0:3-Niederlage einstecken. Ganze 64 Spielminuten benötigten die Brandenburgerinnen, um Erfurt wieder auf die Heimfahrt zu schicken.

Die Hoffnung war da, an die zuletzt gezeigten Leistung anknüpfen zu können. Doch das Fleisch war offenbar zu schwach. Mit einer saft- und kraftlosen Angriffsvorstellung gingen die SWE-Damen in der MBS-Arena klar geschlagen vom Spielfeld. Bis zum 8:6 im Auftaktsatz hing man dem Favoriten noch an den Fersen, der sich dann allerdings warm gespielt hatte und den Gästen noch lediglich sechs weitere Punkte gestattete (25:12).

Die Hoffnung auf Besserung seitens der Gäste, die beim 0:1 im zweiten Satz erstmals überhaupt in Führung gingen, zerstob nach fünf Punkten in Serie des SCP schnell. Allein vier Eigenfehler (2 x Netzberührung, 1 x Annahmefehler, 1 x unsauberes Zuspiel) des Tabellenletzten verhalfen den Potsdamerinnen zu einer beruhigenden 8:3-Führung. Eine Dreierserie brachte Erfurt zwar wieder heran (8:6), doch postwendend konterte der Vierte mit vier Punkten in Folge (12:6). Damit war auch hier alles vorentschieden, denn Potsdam schien keine Lust zu haben, sich länger mit den Gästen zu beschäftigen.

Aggressiv am Netz, machten sie vor, wie man in der 1. Bundesliga nur erfolgreich sein kann. Die SWE-Angreiferinnen versuchten es weiterhin – zumeist erfolglos – mit zaghaften Tipp-Bällen. Dass Trainer Gil Ferrer Cutino beim 22:12 noch seine zweite Auszeit nahm, durfte eher als Spielverzögerung angesehen werden. 25:13 ging auch der zweite Satz deutlich an die Einheimischen.

Bei denen gönnte Trainer Hernandez im dritten Durchgang seinem zweiten Sechser Spielpraxis. Bis sich dieser gefunden hatte, enteilte Erfurt auf 9:4. Sollten sich die Thüringerinnen jetzt der drohenden klaren Niederlage erwehren? Nein. Mit der Ex-Erfurterin Lindsay Flory am Aufschlag erzielte Potsdam acht Punkte in Serie zum 12:9. Völlig unverständlich, weil Schwarz-Weiß aus vielen guten Annahmen heraus die Möglichkeiten hatte, zu Punkten zu kommen. Doch die vielen Chancen wurden ängstlich und kläglich vertan. Letztendlich wies auch der zweite Anzug der Potsdamerinnen die Erfurterinnen in die Schranken. Die einzige sich noch auf dem Spielfeld befindende Stammspielerin, Kelsey Veltman, beendete mit einem Block den Satz (25:18) und somit die Partie.

Ob die Luft bei den Gästen bereits raus ist oder sie sich noch einmal aufraffen können, wird man am Samstag sehen. Dann geht es zum Ende einer verkorksten Saison zum USC Münster.
StS, Fotos: Jonas Zimmermann

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