PlusEnergieMobil – Ressourcenschonender Alternative-Bürocontainer

Foto (Luise Puffert): Der traditionelle Richtspruch für den Forschungspavillon auf dem Gelände der Hochschule.

An der Fachhochschule Erfurt gab es heute ein kleines Richtfest:

Die Fachrichtung Architektur baut unter der Leitung von Professor Philipp Krebs (Baukonstruktionslehre und energieeffizientes Bauen) derzeit den Forschungspavillon „PlusEnergieMobil“ auf. Auf den Flächen zwischen Laborgebäude Haus 9 und der Ausfahrt zur Lübecker Straße rückte ein Kran die Module dieses zukünftigen, modernen „Bürocontainers“ an den richtigen Platz.

 

Das „PlusEnergieMobil“ wird mit 120.000 € EFRE-Mitteln und 40.000 € Eigenmitteln der Hochschule finanziert. Ziel ist die Realisierung eines hoch energieeffizienten mobilen Raummoduls. Der Pavillon wird ab April 2014 an der Fachhochschule interdisziplinär von Studierenden als Seminar- und Projektraum genutzt.

 

 

Foto (Mirjam Tetzel): Der Aufbau der einzelnen Module des PlusEnergieMobils
Foto (Mirjam Tetzel): Der Aufbau der einzelnen Module des PlusEnergieMobils

 

Das Konzept für den Pavillon wurde an der Fachrichtung Architektur in Kooperation mit dem Institut für bauwerksintegrierte Technologien der Fachhochschule Erfurt (IBIT, Leiter Herr Prof. Dr.-Ing. Michael Kappert) der Fachhochschule Erfurt und in Zusammenarbeit mit Herstellern und Betrieben aus der Bauwirtschaft entwickelt. So hatten Architekturstudierende die Fassadenteile nicht nur selbst entworfen, sondern auch im Zentrum für wissenschaftlichen Gerätebau der Hochschule hergestellt.

 

Der innovative Charakter des Projekts zeigt sich in der Bereitstellung der Energie: Die Beheizung erfolgt mittels Wandheizelementen, deren Energie vor allem aus einer PV-Anlage mit Batterie bereitgestellt wird, die thermische Speicherkapazität des Leichtbaus wird durch PCM in den Lehmbauplatten der Wand- und Deckenverkleidungen erhöht. Die Gebäudeautomation regelt die Energie- und Stoffströme bedarfsabhängig. Ziel ist es, über ein Jahr eine positive bzw. ausgeglichene Energiebilanz zu erreichen und darüber hinaus möglichst wenig Elektroenergie aus dem Netz zu beziehen. Gleichzeitig soll ein hoher Komfort für die Gebäudenutzer gewährleistet werden. Damit wird der Nachhaltigkeitsgedanke auch auf temporärer genutzte Gebäude übertragen. In Hinblick auf innovative Technologien werden Ergebnisse veröffentlicht, um so künftige Anwendung der Technologien im Bauen – insbesondere im Bereich mobiler Gebäudelösungen im Bildungsbereich, im gewerblichen Bereich und im Bereich der Baustelleneinrichtung – zu forcieren.