Pokalspiel beim Meister | Schwarz-Weiß-Erfurt


Am Samstag geht es für Schwarz-Weiß Erfurt zum DVV-Pokal-Viertelfinale nach Stuttgart. In der Scharrena werden sie um 19.30 Uhr vom amtierenden Deutschen Meister Allianz MTV erwartet.

Als Lisa Rühl Anfang November zur Auslosung des Viertelfinales in die Schale griff und als vorletzte Kugel den amtierenden Deutschen Meister zog, gingen bei den Erfurter Volleyballfans die Kinnladen runter. Jetzt war klar, dass es kein Heimspiel geben würde und das Los, bei Allianz MTV Stuttgart antreten zu müssen, hätte kaum schwerer sein können. Auch im dritten Jahr in Folge hatte Erfurt Lospech.

Die Pokalpartie am Samstag ist zugleich der Auftakt in eine Reihe schwerer Aufgaben, die die SWE-Damen vor der Brust haben. Am Mittwoch folgt das Heimspiel gegen Potsdam, eine Woche später geht es erneut nach Stuttgart, diesmal um Punkte, und dann kommt Aachen in die Riethsporthalle. „Alle haben erst eine Partie verloren und das jeweils untereinander“, schätzt Florian Völker alle drei als schwere Brocken ein. Deshalb sieht er im Pokalspiel auch die Chance, dass seine Mannschaft im Kräftemessen, das durchaus ungleich sein könnte, vor allem an der eigenen Entwicklung arbeiten kann. „Auch wenn unsere letzten Ergebnisse nicht nach Wunsch waren, so wollen wir weiter an unserem Spiel arbeiten. Gerade in Wiesbaden haben wir als Mannschaft funktioniert und eine geschlossene Leistung abgeliefert, mit vielen positiven Sachen, die wir gemacht haben.“

Deshalb möchte er weniger auf die Stuttgarterinnen schauen, die er als „brutal athletisch stark einschätzt“. Gerade die Handlungshöhe von Spielerinnen wie beispielsweise Krystal Rivers und Jennifer Hamson ist nochmal eine Nummer größer als bei den letzten Kontrahenten. „Unsere Gegenwehr wird auch davon abhängig sein, ob wir uns im Block und in der Feldverteidigung noch einmal steigern können. In Wiesbaden haben wir das schon ganz gut gemacht“, sieht der Erfurter Coach Potenzial in seiner Mannschaft, es dem Favoriten schwer zu machen, ins Halbfinale zu kommen.

Trotz einiger Verletzungsprobleme bei den Schwaben, wo besonders Zuspielerin Pia Kästner und Channon Thompson vermisst werden, ist die Qualität beim Meister immer noch so groß, dass sie sich nur selbst schlagen könnten, wenn sie die Tür für die Thüringerinnen einen Spalt zu weit offen lassen. Auf diese Chance werden die Schwarz-Weißen warten. Vielleicht hilft es auch, dass Erfurt etwas ausgeruhter in die Pokalpartie gehen kann als Stuttgart, das am Dienstag im polnischen Lodz in der Championsleague beim 2:3 über fünf Sätze gehen musste. (StS)

Verfolgen kann man das Pokal-Viertelfinale im Internet auf sporttotal.



Zur Seite von Schwarz Weiss Erfurt