Rosa Luxemburg, die Novemberrevolution und die Weimarer Republik

Rosa Luxemburg, die Novemberrevolution und die Weimarer Republik



Am Mittwoch, dem 23. Januar, gedenkt um 19 Uhr ein Vortrag im Erinnerungsort Topf & Söhne der Vorgänge rund um die Ermordung Rosa Luxemburgs vor einhundert Jahren.

Vor einhundert Jahren wurde die Weimarer Republik gegründet. Sie entstand durch die von der Arbeiterbewegung getragene Novemberrevolution. Am 15. Januar 1919 wurde Rosa Luxemburg in den Gewaltexzessen bei den sogenannten Januarkämpfen ermordet. Sie prägten den Beginn der ersten deutschen Demokratie und belasteten deren politische Kultur dauerhaft.

Der Vortrag von Prof. Dr. Uli Schöler, stellvertretender Direktor und Abteilungsleiter beim Deutschen Bundestag und ehrenamtlicher Leiter der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung, rekonstruiert die Spaltungsgeschichte der Arbeiterbewegung und Rosa Luxemburgs Rolle in diesen Auseinandersetzungen. Eine schlichte Zweiteilung in Mehrheitssozialdemokratie und USPD einerseits und KPD andererseits wird den tatsächlichen Auseinandersetzungen nicht gerecht. Differenziert rekonstruiert der Vortrag deshalb die kontroversen Debatten in der Novemberrevolution um Fragen der politischen Verfassung und der Gestaltung der Wirtschaftsordnung, die in gewalttätigen Auseinandersetzungen und Umsturzversuchen eskalierten. Der Vortrag untersucht abschließend auch den Umgang mit dem theoretischen Erbe Rosa Luxemburgs in den unterschiedlichen Strömungen der Weimarer Linken.

Die Veranstaltung im Erinnerungsort Topf & Söhne im Sorbenweg 7 findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen statt.

Der Eintritt ist frei.



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