Schwerin ließ nichts anbrennen | Schwarz-Weiß-Erfurt


Der SSC Palmberg Schwerin ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Mit 3:0 gewann der Rekordmeister das Spiel bei Schwarz-Weiß Erfurt und holte sich seinen elften Sieg in Serie in der laufenden Bundesligasaison.

Auf Erfurter Seite hatte man die leise Hoffnung, dem Favoriten etwas in Bedrängnis bringen und an die letzten beiden Aufeinandertreffen anknüpfen zu können. Daraus wurde letztendlich nichts, weil sich die Mecklenburgerinnen keine Blöße gaben. Zwar hielten die Gastgeberinnen in den ersten beiden Sätzen das Geschehen lange offen, in der Crunchtime setzte sich dann allerdings die Qualität der Gäste durch. „Erfurt hat lange gut mitgespielt, in der Endphase haben wir dann aber weniger Fehler gemacht, während Erfurts Quote rauf ging“, brachte Schwerins Trainer Felix Koslowski die Entscheidung der ersten beiden Sätze auf den Punkt. Der SSC ging hohes Risiko im Service, was einerseits zu einer hohen Fehlerquote führte, andererseits enormen Druck auf Erfurts Defensive ausübte. In den jeweiligen Satzfinishs standen sich die Gastgeberinnen dann eben selbst im Wege. Waren es im Auftaktsatz zwei verpatzte Annahmen, die zum 25:19 führten, folgten im zweiten Durchgang zwei Netzfehler zum 25:21. Ein weiteres Manko im Erfurter Spiel: Aus der Abwehr heraus blieben zu viele Chancen ungenutzt.

Auch die verlängerte Satzpause vermochte am Spielverlauf nichts zu Gunsten der Thüringerinnen zu ändern. Im Gegenteil: Schwerin kam besser aus der Kabine und entfloh vorentscheidend auf 5:8, 6:11 und 10:16. Während Koslowski einigen seiner Spielerinnen Einsatzzeiten verschaffte, die sonst weiniger zum Zuge kommen, mühten sich die Gastgeberinnen um eine Resultatsverbesserung. Das gelang ihnen auch, wenngleich beim 25:22 durch Nicole Oude Luttikhuis (MVP)die Partie ein Ende fand. Schwerin hatte verdient gewonnen, Erfurt nicht enttäuscht – ein zu erwartender Spielausgang.

Bereits am Mittwoch geht es für Schwarz-Weiß Erfurt weiter mit der Begegnung in Münster, bevor am Samstag der Dresdner SC zum Derby im Erfurter Norden aufschlägt. (StS, Fotos: Sebastian Schmidt)



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