Spatenstich in der Nördlichen Geraaue – Baumaßnahmen im Nordpark und am Moskauer Platz haben begonnen

Spatenstich in der Nördlichen Geraaue – Baumaßnahmen im Nordpark und am Moskauer Platz haben begonnen



Ein einmaliges Stadtentwicklungsprojekt nimmt Formen an. Rund fünf Kilometer lang ist das grüne Band, das die Innenstadt zukünftig mit dem Ortsteil Gispersleben verbinden soll. Ein 60 Hektar großer, zusammenhängender Landschaftspark entsteht, in dem Ruhe und Erholung ebenso zu finden sind wie zahlreiche Möglichkeiten für Sport und Spiel. Ermöglicht wird das durch die Bundesgartenschau 2021. Die ersten beiden Bauabschnitte werden nun in Angriff genommen.

Heute begannen die Bauarbeiten im Nordpark (M7). Sie umfassen zunächst den westlichen Bereich, der im Süden von der Treppenanlage Oskarstraße, im Osten durch die Auenstraße, im Norden durch die Kleingartenanlage und im Westen durch Baumerstraße und Heliosklinikum begrenzt wird. Im oberen Bereich der Baumerstraße entsteht eine Parkterrasse, die mit neu angelegten Blumenbeeten und Bänken zum Verweilen einlädt. Von hier aus wird der Nordpark zukünftig über einen barrierefreien Weg erreichbar sein. Mit Stützmauern aus Naturstein wird eine aufwändige Rampenanlage konstruiert, die einen Höhenunterschied von 22 Metern überwindet. Der Sitzbereich im unteren Bereich bleibt weitestgehend erhalten und wird nach den historischen Plänen saniert.

Die Baumaßnahmen in diesem Bereich werden etwa ein Jahr andauern. Das Gebiet wird während der Bauzeit komplett umzäunt, sodass der Zugang zum Park aus Richtung Baumerstraße nur über die Oskartreppe möglich ist. Die Treppe zwischen Kleingartenanlage und Helios Klinikum bleibt vorübergehend nutzbar und wird gesperrt, sobald es die Bauarbeiten an dieser Stelle erfordern.

Der östliche Abschnitt des Nordparks wird ab September umgestaltet. Der Charakter des Volksparks, wie Max Bromme ihn einst geplant hatte, wird dann noch deutlicher als jetzt hervortreten. Zum Nordbad hin finden nicht nur Schönheitskorrekturen an Wegen statt, auch ein Aktionsband wird eingearbeitet. Ein großer Spielplatz, ein Multifunktionssportfeld, eine gemeinsam mit Erfurter Jugendlichen geplante Skateranlage und ausreichend Erholungsflächen bieten dann Begegnungsraum für Familien und Menschen jeden Alters.

Baumaßnahmen starten in verschiedenen Abschnitten

In insgesamt acht sogenannte M-Bereiche ist die Nördliche Geraaue unterteilt, um die Planung zu erleichtern. Bereits am 6. Mai  haben die Vorbereitungen für die Baumaßnahmen im Abschnitt M3 Nord begonnen, der den Arbeitstitel Park Geraaue trägt. Das Gebiet wird nördlich durch die Mühlgrabenbrücke Zittauer Straße sowie die Kleingartenanlage “Am Ried” begrenzt und erstreckt sich bis zum südlichen Rand des Auwäldchens.

Geplant sind in diesem Bereich die Sanierung der Turnhalle und des Baseballfelds. Der Spielplatz Bukarester Straße südlich des Gewerbegebiets Zittauer Straße wird aufgrund seines veralteten Zustands abgerissen und in fußläufiger Entfernung durch einen neuen ersetzt. Ein Großteil der intakten Bepflanzung wird erhalten und durch Neuanpflanzungen von Bäumen und Sträuchern ergänzt.

Für die Zeit der Bauarbeiten, die planmäßig bis April 2020 andauern, wird die Treppe aus der Bukarester Straße Richtung Spielplatz nicht zugänglich sein. Auch der Sportplatz ist während der Sanierung nicht nutzbar.

Die Durchfahrt zur Turnhalle ist dann nicht mehr möglich. Mit dem Fahrrad und zu Fuß gelangt man in Richtung Gispersleben dann nur noch über den Weg zwischen der Gera und der Kleingartenanlage “Am Ried”.

Die Baukosten für den gesamten Bereich M3 liegen inklusive der Neugestaltung des Radwegs und der Radwegsbeleuchtung bei rund 8,9 Millionen Euro, knapp darunter liegt der Nordpark mit insgesamt 8,8 Millionen Euro. Jeweils 85 Prozent werden aus den Fördertöpfen des Freistaats Thüringen sowie des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bezahlt.



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