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Foto: Pixabay.com

Laut einer Studie, die das Landesamt für Statistik anlässlich des Tages der Geschwister veröffentlichte, hat sich die Zahl der Familien in Thüringen, die mehr als ein Kind haben, um knapp 15 % gesteigert. Verglichen wurde das vergangene Jahr mit dem von 2011, also ein Zeitraum von 10 Jahren. 

 

Besonders interessant bei diesem Ergebnis ist, dass die Gesamtzahl der Geburten im Raum Thüringen um 3,8 Prozent zurückgegangen ist. Daraus kann man schließen, dass sich allgemein weniger Paare für ein Kind entscheiden. Wenn aber eine Familie gegründet wird, bleibt es selten bei nur einem Nachwuchs. 

Ein Blick auf die Statistik

Im letzten Jahr gab es in Thüringen 267.000 Familien, in denen mehr als ein Kind lebte. Umgerechnet auf die hiesige Bevölkerung bedeutet dies, dass zwei Drittel aller Kinder einen Bruder oder eine Schwester haben. Bei einem Drittel sind es sogar mehr als zwei Kinder im Haushalt. Der Großteil der Geschwisterkinder lebt bei den verheirateten Eltern, etwa 20 % bei einem alleinerziehenden Elternteil. Lebensgemeinschaften machen den gleichen Anteil wie Alleinerziehende aus. 

Was der Wandel sonst noch mit sich bringt

Die Zeiten haben sich verändert. Es gibt kaum noch eine Familie, in der der Vater der Alleinverdiener ist und sich die Frau allein auf Haushalt und Kindererziehung fokussieren kann. Ein solches Rollenbild ist nicht nur veraltet, ein solches Modell ist auch finanziell nur noch schwer zu stemmen. Insbesondere bei zwei oder mehr Kindern ist es in Thüringen nahezu unmöglich, mit einem Gehalt die gesamte Familie zu ernähren. Heute sind es 67 % der Familien, bei denen beide Elternteile Vollzeit arbeiten gehen. Wirft man einen Blick auf die Zahlen bei Teilzeitarbeitenden, ist es immer noch sehr stark verbreitet, dass die Mutter Stunden reduziert. Nur 7 % der Väter arbeiten Teilzeit. 

 

Eine spannende Studie gibt es auch zum Einkaufsverhalten von Familien. Während Eltern mit nur einem Kind noch gerne Online Shops wie Kids-world aufsuchen, um dort Kleidung, Spielzeug und Kindermöbel zu kaufen, nimmt dies mit zunehmender Kinderzahl ab. Bei mehr als fünf Kindern wird sogar gar nicht mehr von Online Shopping gebrauch gemacht. Bei einem Kind sind es hingegen knapp 15%. Diese Statistik kann fast schon als paradox angesehen werden, betrachtet man die Tatsachen, dass Online Shopping Zeit und Geld sparen kann. Schließlich sind die Länden im Netz zu jederzeit zugänglich, es ist kein Ausflug in die Stadt nötig und die besseren Angebote findet man auch. Wer weiß, vielleicht ist dies ein Trend, der sich erst noch entwickeln wird.



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