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Quelle: www.pixabay.com
Längst haben sich die Negativ-Schlagzeilen in Erfurt unter den Bürgern wie Lauffeuer verbreitet. Der falsche Finanzexperte, der einen Erfurter Mann betrügt und ihm 50.000 Euro ärmer macht, oder die 64-jährige Frau, die Opfer einer Bitcoin-Masche wurde. Weitere kleinere Delikte häufen sich an.

Die Revolution des digitalen Golds

Aber zunächst von Anfang an: Kryptowährungen erfreuen sich schon seit einiger Zeit an großer Beliebtheit. Immer mehr Menschen sind bereit, in das digitale Gold zu investieren und ihr Kapital dort anzulegen. Verlockend sind die Gewinnversprechungen und die steigenden Werte. Der Bitcoin ist in einigen Ländern schon als weiteres Zahlungsmittel anerkannt. Befürworter der Kryptowährungen sehen diese Währung als zukunftsorientierte Antwort des traditionellen Finanzwesens. Immer mehr Menschen wollen sich von den Banken lösen und damit eine gewisse Dezentralität genießen. Die Käufer erhalten somit die Kontrolle über ihr eigenes Vermögen. Mittlerweile existieren mehr als 3000 Kryptowährungen, die bekanntesten unter ihnen sind der Bitcoin, Ethereum, Ripple und Litecoin. Der Vorteil an den Kryptowährungen ist, dass kein Finanzinstitut mehr zwischen Käufer und Verkäufer steht. Es entstehen keine Gebühren und es gibt kein Limit. Wer von jetzt auf gleich sein komplettes Kryptogeld verkaufen möchte, kann dies ohne Einschränkung tun. Die öffentliche Blockchain macht die Transaktionen transparent und die Währungen müssen niemals gewechselt werden und sind damit weltweit nutzbar.

Allerdings gibt es natürlich auch gewisse Nachteile. Die Kryptowährungen stecken gleichermaßen noch in den Kinderschuhen, auf Entwicklungen, die niemand hervorsehen kann und es fehlen noch viele Regelungen. Und auch, wenn schon viele den Bitcoin als Zahlungsmittel benutzen, so sind die Kursschwankungen sehr groß. Das größte Problem ist jedoch, dass die Kryptowährungen für den illegalen Handel von Drogen und Waffen missbraucht wurden und es zu vielen Betrügereien kommt.

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Was geschah in Erfurt wirklich?

In dem ersten Fall aus Erfurt wurde ein 49-jähriger Mann um mehr als 50.000 Euro betrogen. Der Mann ist an einen vermeintlichen Finanzexperten geraten, der ihm auf gefälschten Kontoauszügen immer größere Gewinne weismachen wollte. Als der Erfurter seine Gewinne jedoch abheben wollte, waren nicht nur die erfundenen Gewinne, sondern auch sein Vermögen verschwunden. Eine 64-jährige Erfurterin fiel auf eine Telefonmasche von Betrügern rein, die die Dame dazu überredeten, 10.000 Euro in Kryptowährungen zu investieren. Auch in diesem Fall sah die Frau ihr Vermögen nach dem Lockangebot nicht wieder.

Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethe oder Litecoin locken Investoren mit steilen Wertsteigerungen an. Die Betrüger nutzen diese Marktlage aus und die Polizei empfiehlt sich über unabhängige Quellen Informationen über die Wertsteigerungen der verschiedenen Währungen zu holen. Eine weitere hilfreiche Plattform sind sogenannte automatisierte Handelsroboter wie Immediate Profit. Diese Handelssysteme versprechen programmierte Trading-Bots, die die Kursentwicklungen in Echtzeit beobachten und Trades platzieren, wenn die Bedingungen Kursgewinne vermuten lassen. Das Ganze basiert auf künstlicher Intelligenz. Auf Basis von Daten und Marktentwicklungen wird entschieden, wann Handelspositionen geöffnet und geschlossen werden. Ein Handelsroboter kann keine Gewinne garantieren, aber ein Handelsroboter handelt für den Investor und nicht gegen ihn. Wie in den Betrugsfällen aus Erfurt. Es ist daher stets zu empfehlen, sich zu informieren, sich mit den Kryptowährungen zu beschäftigen und sich die Kursentwicklungen anzuschauen.

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