“Ein Aushängeschild für unsere Forschung”

21. November 2011
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„Das ist eine Leistung, die enorme Anerkennung verdient und ein Aushängeschild für die Forschung an unserer Hochschule“, freut sich Universitätspräsident Prof. Dr. Kai Brodersen über die Nachricht aus Brüssel.

Prof. Dr. Jörg Rüpke ist als eine der tragenden Forscherpersönlichkeiten im Gebiet der Religionswissenschaft international anerkannt. Er wird sich nun innerhalb seines Forschungsprojekts gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen mit neuen Perspektiven auf die Religionsgeschichte im antiken Mittelmeerraum beschäftigen und dabei nicht nur Texte untersuchen, sondern vielmehr aus der Überlieferung die Praxis der Religionsausübung in diesem Raum erforschen. Seine Analyse wird sich dabei auf vier Felder erstrecken, die zwar unterschiedliche geografische Schwerpunkte haben, aber jeweils mit vergleichendem Ausgriff in andere Regionen bearbeitet werden sollen: den häuslichen Bereich; Vereine bzw. Zusammenschlüsse jenseits von Familie; auf den geteilten öffentlichen Raum wie beispielsweise Heiligtümer oder Feste sowie auf die intellektuelle Kommunikation. „In allen diesen Feldern werden wir nach der aktiven Beteiligung von Individuen fragen, nach religiösen Erfahrungen sowie nach Verhaltensstilen und der Kommunikation mit anderen“, erläutert Prof. Dr. Rüpke.

Der Europäische Forschungsrat vergibt den „Advanced Grant“ mit einem möglichen Fördervolumen von bis zu 2,5 Millionen Euro ausschließlich an renommierte Forscherpersönlichkeiten für exzellente Projekte im Bereich der Grundlagenforschung. Dass die Förderung nun erstmals auch nach Erfurt geht, sagt Professor Brodersen anerkennend, zeige auch, dass die Universität Erfurt mit der Einrichtung ihres Schwerpunkts Religion nicht nur eine zukunftsweisende Entscheidung getroffen habe, sondern in diesem Schwerpunkt auch mit geballter Kompetenz aufgestellt sei.