Grafik mit schmelzenden Eiswürfeln und dem Schriftzug "Eisblockwette"



Vom 12. bis zum 18. Juli standen zwei kleine Häuser auf der Festwiese des Petersbergs. Beide verbargen im Inneren einen Eisblock aus 200 Liter gefrorenem Wasser und waren dem Wetter ausgesetzt. Der Clou: Ein Häuschen war gedämmt, das andere nicht. Bis Samstagabend konnte geschätzt werden, was diese Dämmung letztendlich ausmacht. Gestern wurde nun per Wasseruhr ermittelt, wie viele Liter Wasser abgeschmolzen sind.

Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Im ungedämmten Häuschen war der Eisblock komplett abgeschmolzen, im gedämmten Haus wurden 94,5 Liter Schmelzwasser gemessen. Das heißt, nicht einmal die Hälfte des Eises war geschmolzen. Es ergab sich eine Differenz von 105,5 Litern. Wie hoch die Differenz zwischen beiden Häusern ist, war Frage der Eisblockwette. 80 Schätzungen sind eingegangen, von denen der Gewinnertipp mit 103,5 Litern am nächsten am gemessenen Ergebnis liegt. Auf Platz zwei und drei wurde auf 110 Liter Differenz getippt. Für die besten Schätzungen werden Gutscheine für Fahrradzubehör, Volkshochschulkurse, den Contigo Fairtradeladen sowie Buga-Tageskarten übergeben.

Das Umwelt- und Naturschutzamt bedankt sich bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, welche die Häuser zur Verfügung gestellt hatte, der Buga 21 GmbH und der Netto Marken-Discount Stiftung & Co. KG, welche die Eisblöcke hergestellt hatte. Begleitet wurde diese Aktion durch Vorträge zum Thema Klimawandel, die von der Volkshochschule Erfurt organisiert wurden. „Die aktuellen Ereignisse machen deutlich, dass wir erheblich mehr tun müssen, um den Klimawandel einzudämmen und dass Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung in unser tägliches Handeln einzubinden sind“, sagt Sylvia Hoyer, Leiterin der Stabsstelle Nachhaltigkeitsmanagement im Umwelt- und Naturschutzamt.



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