Erfurt erhält Auszeichnung für die Erarbeitung einer Nachhaltigkeitsstrategie

Erfurt erhält Auszeichnung für die Erarbeitung einer Nachhaltigkeitsstrategie

20. Juni 2019
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Dass die Landeshauptstadt Erfurt in Sachen Nachhaltigkeit auf dem richtigen Weg ist, wurde auf dem Thüringer Nachhaltigkeitsforum am Mittwoch im Kongresszentrum am Steigerwaldstadion sehr deutlich. Hier nahm der Beigeordnete für Sicherheit und Umwelt, Andreas Horn, neben acht weiteren Thüringer Kommunen eine Auszeichnung entgegen, die die erfolgreiche Arbeit an einer kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie bestätigt.

Foto: “Insbesondere die konstruktiven Diskussionen mit den externen Partnern zeigten, wie wichtig der Erfurter Stadtgesellschaft die Themen einer nachhaltigen Stadtentwicklung sind”, sagt Andreas Horn (l.), der als Beigeordneter für Sicherheit und Umwelt die Auszeichnung entgegengenommen hatte
Foto: © Sylwia Mierzynska

Die Stadtverwaltung Erfurt hatte, wie die anderen Städte auch, in einem zweijährigen Prozess gemeinsam mit Partnern aus der Zivilgesellschaft, aus Unternehmen, Hochschulen, Vereinen und Initiativen ein, abgestimmtes anspruchsvolles Papier erarbeitet, welches Leitlinien und Ziele einer nachhaltigen Entwicklung der Landeshauptstadt bis zum Jahr 2030 beinhaltet. Dieses wurde am 23. Mai in einem Zwischenschritt durch den Erfurter Stadtrat als Grundlage für die weitere Bearbeitung bestätigt.

Für die Bereiche Arbeit und Wirtschaft, Bildung, Natürliche Ressourcen und Umwelt, Klima und Energie, Mobilität, Globale Verantwortung und Eine Welt hat sich Erfurt so einiges vorgenommen. “Wir wollen beispielsweise bis 2040 den pro Kopf-Ausstoß um 80 % gegenüber dem Jahr 2008 senken. Hier geht es um solche Projekte wie der Umstieg auf Elektromobilität z. B. bei der Stadtwirtschaft, wo die Fahrzeugflotte umgerüstet werden soll. Aber die Förderung des Radverkehrs, gut ausgebauter ÖPNV und der weiterer Ausbau der Erneuerbaren Energien, um nur einige zu nennen, spielen eine wichtige Rolle.” so der Beigeordnete.

Ganz aktuell wird in Erfurt das Thema “Vermeidung von Müll” durch die Kampagne “Erfurt auf dem Mehrweg” angegangen. Nahezu 500 Anbieter von Kaffee-to-go wurden angeschrieben, um die Betreiber zu motivieren, mitgebrachte Becher der Kunden und Kundinnen zu befüllen und auf Einwegbecher zu verzichten. Ca. 60 Geschäfte machen bereits mit und erhalten entsprechende Aufkleber und Tischaufsteller, die darauf hinweisen, dass die eigenen Kaffeebecher gern befüllt werden.

Aber auch Forschungsprojekte, wie zu einer klimarobusten Stadt, welche mit Beteiligung der Bürger/-innen vor Ort Maßnahmen auszutesten, um uns für die Änderung des Klimas fit zu machen, beinhaltet eine Nachhaltigkeitsstrategie. Verschattung, klimarobuste Pflanzen, Trinkwasserversorgung, Freihalten von Kaltluftzonen, Schaffung von frischlufterzeugenden Bereichen durch Grünzüge werden heute und zukünftig von großer Bedeutung sein.

“Insbesondere die konstruktiven Diskussionen mit den externen Partnern zeigten, wie wichtig der Erfurter Stadtgesellschaft die Themen einer nachhaltigen Stadtentwicklung sind. Es wurde teilweise sehr intensiv um einzelne Zielformulierungen gerungen, allerdings konnte man sich doch abschließend auf gute Kompromisse einigen.” so Horn.


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