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Zum ersten Heimspiel im neuen Jahr empfängt Schwarz-Weiß Erfurt am Mittwoch, 19 Uhr, den USC Münster in der Riethsporthalle. Es ist der erneute Versuch, den Bock umzustoßen und den ersten Heimsieg im Bundesligajahr zu landen.

Die Niederlage zum Jahresauftakt in Schwerin hatte Konstantin Bitter recht schnell abgehakt. „Gegen einen SSC Palmberg in der Form vom Samstag haben wir mit unseren Mitteln keine Chance“, war Erfurts Cheftrainer keineswegs enttäuscht vom Ergebnis und auch nicht von der Leistung seiner Damen. Der Rekordmeister war nicht nur im Aufschlag und in der Annahme stabil, sondern auch im Angriff gnadenlos effizient. Da reichte auch eine eigene gute Annahme und das von Felix Koslowski attestierte schnelle Angriffsspiel nicht, um den Mecklenburgerinnen über das gesamte Spiel Paroli zu bieten. „Wir brauchten zu viele Versuche, um am Netz zu punkten“, benannte Konstantin Bitter einen weiteren Fakt für die Unterlegenheit seiner Mannschaft.

Sein Blick richtete sich deshalb sogleich auf die kommende Aufgabe, die USC Münster heißt. „Wenn der Fünfte gegen den Zehnten spielt, ist der Fünfte der Favorit“, stellt er gleich die Vorzeichen für das Heimspiel am Mittwoch klar. Weil die heimische Riethsporthalle am kommenden Wochenende wegen einer Fußball-Veranstaltung belegt ist, musste die Partie vorverlegt werden, was gerade in Anbetracht der erwarteten Zuschauerzahl nicht nach dem Geschmack der Erfurter Verantwortlichen ist.

Dennoch werden die Schwarz-Weiß-Damen am Wochenspieltag alles in die Waagschale werfen, um im sechsten Heimspiel endlich ihren ersten Sieg einzufahren. Bisher konnten die Fans lediglich einen Sieg im Pokal gegen Straubing bejubeln. Die Hoffnung wird durch die Erinnerung ans Hinspiel genährt, als die SWE-Damen eine Fünf-Punkte-Führung im Tiebreak hergaben. Eine Niederlage, die am damals schwachen Nervenkostüm festzumachen war. Für die Unabhängigen war es nach Verletzungspech zum Saisonstart mit der Reaktivierung von Routinier Juliane Schröder der Dosenöffner für eine erfolgreiche Hinrunde. Dass dazu ein paar Siege beitrugen, als die Gegnerschaft personell geschwächt beim USC Münster antreten musste, war dann auch ausgleichendes Glück, das dem USC in die Karten spielte.

Auf alle Fälle dürfte der Flow, in dem sich die Münsterländerinnen befinden, dafür sorgen, dass sie mit reichlich Selbstbewusstsein nach Thüringen reisen. „Es wird eine unserer Aufgaben sein, ihnen dieses Selbstbewusstsein zu nehmen, wenn wir Punkte bei uns behalten wollen“ sieht Konstantin Bitter neben volleyballerischer Qualität auch einen psychischen Fakt gleich zu Spielbeginn. „Bei Münster stechen besonders Iris Scholten, Maria Schlegel und Juliane Schröder hervor, die sich in einer ausgezeichneten Form befinden und von Katerina Valkova gut eingesetzt werden“, zollt er dem USC und auch der Arbeit seiner Gegenüber, Lisa Thomsen, Anerkennung. Diese wiederum erwartet ein „Fifty-Fifty-Spiel“ der beiden Kontrahenten.

Bei Erfurt kann die in Schwerin krankheitsbedingt fehlende Demi Korevaar wieder mitwirken, was den Block stärken wird. Die Aussichten für Heimspiel sechs von elf sind also nicht die Schlechtesten. Auf alle Fälle lohnt ein Besuch der Partie, auch wenn es an einem ungeliebten Wochentag ist.StS; Fotos: Sebastian Dühring

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