Schwarz-Weiß Erfurt konnte nicht an die Leistung der Vorwoche anknüpfen und verlor das Thüringenderby beim VfB Suhl LOTTO Thüringen klar und deutlich mit 0:3 (-20, -17, -19)

„Suhl war uns in Aufschlag und Annahme deutlich überlegen“, sah Erfurts Trainer den Grundstein für den Sieg der Gastgeberinnen bereits in der Spieleröffnung. Das Rezept, die Suhler Annahme um ihre junge Libera Sophie Tauchert in Schwierigkeiten zu bringen, ging nicht auf. Denn diese zeigte sich nach einem anfänglichen 8:13-Rückstand zunehmend stabil und fortan bestimmten die Südthüringerinnen die Partie. Als sie die Wende im ersten Satz geschafft hatten und zum Satzende zwei umstrittene Schiedsrichterentscheidungen gegen die Gäste ausgelegt wurden, verlor der Tabellenvorletzte endgültig den Faden. Es war wieder einmal eine Kopfsache.

Den zweiten Durchgang begannen die Gäste erneut mit einer Führung (5:3), um dann wieder fünf Punkte in Folge den VfB-Damen zu überlassen. Neben der mauen Spieleröffnung war die kaum vorhandene Blockabwehr ein weiteres Manko im Erfurter Spiel. Bezeichnend, dass beim 6:8 aus Erfurter Sicht der erste Blockpunkt im Spiel überhaupt gelang. Am Ende waren es magere drei, während Suhl elf Mal erfolgreich war. Suhl holte sich auch den zweiten Durchgang, letztendlich deutlich mit 25:17.

Im dritten Satz hatten die Gastgeberinnen dann den besseren Start und zwangen beim 4:1 Florian Völker früh zur ersten Auszeit. Diese brachte nichts, denn der Tabellenletzte zog vor 1200 eigenen Fans bis auf 13:4 davon. Unter den gut 100 Erfurter Anhängern wurde es angesichts der nahenden Niederlage immer ruhiger. Wenn man bei der wohl schwächsten Saisonleistung der SWE-Damen etwas Gutes finden möchte, dann, dass sie sich nicht wehrlos ergaben. Bis auf drei Punkte kamen sie nochmal heran, kämpften in der Verteidigung um jeden Ball – jedoch leider zu spät. Suhl war nicht mehr aufzuhalten und siegte schlussendlich verdient mit 3:0. Nun hatten auch die Südthüringerinnen kurz vor dem Weihnachtsfest ihren ersten Sieg errungen.

„Wir werden am 2. Januar wieder ins Training einsteigen und haben dann drei Wochen Zeit, etwas an unserem Spiel zu ändern“, kündigte Florian Völker an. Darin inbegriffen wird eine Änderung des Angriffsspieles sein, was wegen der nach wie vor schwachen Diagonalposition und der in der „Luft hängenden“ Mitte für jeden leicht lesbar ist. Sich allein auf die Außenangreiferinnen Danielle Briseboise und Cassidy Pickrell zu verlassen, wird nicht reichen, um den Klassenerhalt auf sportlichem Wege zu erreichen. (StS, Foto: Sebastian Schmidt)

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