Ein dreieckiges Warnschild mit Ausrufezeichen und einem ergänzenden Schild mit einer Kröte



Bei milden Temperaturen und Feuchtigkeit gehen sie auf Wanderschaft: Tausende Kröten, Teichmolche und die noch selteneneren und geschützten Kammmolche sind unterwegs zu ihren Laichplätzen in kleinen Tümpeln und Teichen. Oft wird ihnen der Straßenverkehr zum Verhängnis. Das Umwelt- und Naturschutzamt trifft Vorsichtsmaßnahmen.

Foto: Wo diese Schilder auf die Krötenwanderung hinweisen, werden Autofahrer um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten.
Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Die wichtigsten Wanderrouten wurden mit Krötentunneln ausgestattet, sodass die Tiere Straßen gefahrlos unterqueren können. Wo es diese Tunnel und permanente Schutzanlagen nicht gibt, stellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis Ende Februar mobile Schutzzäune auf – insgesamt 1.200 laufende Meter. Neben den bekannten Anlagen in der Bodenfeldallee in Marbach und der Tatengasse in Windischholzhausen werden in diesem Jahr wieder die Schutzzäune in der Schellrodaer Straße in Windischholzhausen sowie in der Sömmerdaer Straße in Hochstedt aufgebaut. Durch ihren angeborenen Wandertrieb laufen die Amphibien an den Zäunen entlang und fallen in Eimer, die gleichmäßig alle 20 Meter verteilt sind. Diese werden zweimal am Tag geleert. So konnten im letzten Jahr mehrere Tausend Tiere gerettet werden.

Die betroffenen Gebiete sind durch Hinweisschilder kenntlich gemacht. Das Umwelt- und Naturschutzamt bittet alle Verkehrsteilnehmer, hier vorsichtig und langsam zu fahren, um Kröten, die trotz Schutzmaßnahmen über die Straße laufen, zu schützen. Jedes erhaltene Tier trägt zum Artenschutz bei.

Wer bei der Leerung der Eimer helfen will, kann sich per E-Mail (umweltamt@erfurt.de) oder telefonisch (0361 655-2553) an das Umwelt- und Naturschutzamt wenden.



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