Am Samstag bestreitet Schwarz-Weiß Erfurt sein letztes Auswärtsspiel der Saison. Ab 18 Uhr sind die Thüringerinnen bei den Ladies in black Aachen zu Gast.

Bereits am Freitag machte sich die Mannschaft von Trainer Florian Völker auf den Weg ins Dreiländereck Deutschland/Niederlande/Belgien. Die 460 km bedeuten die weiteste Anreise der Saison und Erfurts Coach möchte, dass seine Mannschaft ohne Reisestrapazen in ihr letztes Spiel vor fremder Kulisse geht. Das Vormittagstraining wird er dazu nutzen, dass sich seine Spielerinnen auch an die etwas engere und niedrigere Halle gewöhnen können. „Die lautstarke Atmosphäre, mit dem Publikum so nahe am Spielfeld, ist schon etwas anders als in den meisten anderen Hallen“, weiß er um die Besonderheiten an der Neuköllner Straße.

Dennoch hofft Völker, dass sich seine Mannschaft nicht beeindrucken lässt und an die zuletzt gegen Stuttgart gezeigten Leistungen anknüpfen kann. Wie man gegen die Ladies erfolgreich bestehen kann, beweist das Hinspiel. Nach 8:13-Rückstand im Entscheidungssatz, gingen alle weiteren Punkte an die SWE-Damen und der erste Saisonerfolg war eingefahren. Von da an ging es bei den Erfurterinnen voran, während der Trend der Aachenerinnen eher gegenteilig verlief. In den folgenden neun Liga-Spielen gab es nur noch einen Sieg (3:0 gegen Wiesbaden).

Nach dem Europapokalaus am Dienstag im französischen Beziers, kann sich die Mannschaft von Trainerin Saskia van Hintum nun aber völlig auf das Geschehen in der 1. Bundesliga konzentrieren. Die Play-off-Teilnahme haben die „Ladies“ um deren Liga-Top-Scorerin Maja Strock bereits sicher. Jetzt geht es darum, sich noch eine bestmögliche Ausgangsposition zu erarbeiten, um den Spitzenteams Schwerin und Stuttgart aus dem Weg zu gehen.

Für die Erfurterinnen hat Florian Völker das Ziel ausgegeben, mindestens einen Punkt mitzunehmen. Nachdem Konkurrent VfB Suhl mit einem 3:1-Erfolg am letzten Wochenende eben gegen diese Aachenerinnen den SWE-Damen bis auf zwei Punkte auf den Pelz gerückt ist. Die derzeitige Konstellation lässt einen Showdown am letzten Spieltag zwischen Erfurt und Suhl wider den Abstiegsplatz vermuten. Zuvor wollen die Erfurterinnen aber ihr Punktekonto aufstocken. Dabei wird Zuspielerin Lindsay Flory nicht helfen können. Sie brach sich Anfang der Woche im Training den kleinen Finger, das Saisonende scheint für sie bereits gekommen. An ihrer Stelle wird Nachwuchsspielerin Bianka Werner erstmals im Aufgebot stehen. (StS, Fotos: Sebastian Schmidt)



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