Im letzten Spiel der Bundesliga-Saison besiegten die THC-Damen den HC Leipzig vor 2700 Zuschauern in der Arena Leipzig mit 39:31 (21:17). In einem von beiden Seiten schnellen und durchweg fairen Spiel, erzielten Saskia Lang (9) für Leipzig und Alexandrina Barbosa (8) für die Gäste die meisten Treffer. Die Thüringerinnen konnten damit die Meisterschaft ohne Niederlage und mit einer Statistik von 63:1 Punkten, sowie 1050:759 Toren beenden.

 

Die Leipzigerinnen begannen mit einer offensiv eingestellten Abwehr. Iveta Luzumova bekam das bereits in der ersten Aktion zum Tor zu spüren, als sie in der Abwehr des HCL förmlich “hängen blieb”. Den erste Treffer der Partie erzielte Alexandra Mazzucco (1. Minute), die nach Ballgewinn pfeilschnell gestartet war. Es sollte die einzige Führung der Leipzigerinnen sein. Nach dem Ausgleich durch Katrin Engel, ging jetzt jedes Mal der THC in Führung – die Leipzigerinnen blieben allerdings bis zur zehnten Spielminute immer wieder dran. Mit dem 8:5 durch Martine Smeets gelang es den Gästen, sich erstmalig abzusetzen. Maike März glänzte von Beginn an im THC-Tor und hatte bis zur Pause acht Paraden auf ihrem Konto. Alexandrina Barbosa, vom Handball-Magazin zur Spielerin der Saison gewählt, erzielte mit einem tollen Körperdreher das 6:4 für den Thüringer HC. Langsam kam jetzt der Deutsche Meister besser ins Spiel und baute die Führung auf 11:7 aus. Auf jeden Angriff der Gastgeberinnen hatte der THC die richtige Antwort. Dass eine Woche nicht trainiert wurde, merkte man dem Team von Herbert Müller kaum an.

Beim Stand von 14:12 (20. Minute) ging es im Unterzahlspiel gegen den DHB-Pokal-Sieger weiter, Danick Snelder musste nach Foulspiel pausieren. Doch hier zeigte der THC seine ganze Routine – die Drei-Tore-Führung stellten Tore von Nadja Nadgornaja und Sonja Frey (16:13 – 23. Minute) sicher. Anne Müller holte nun den ersten Strafwurf für den HCL heraus, den Maura Visser sicher an Maike März vorbei ins Tor brachte. Der 17. Treffer gelang erneut Sandy Barbosa, die aus einer Standardsituation den Ball ins rechte Eck zirkelte. Innerhalb von zwei Minuten konnte sich Svenja Huber gleich doppelt in die Torschützenliste eintragen (14:19 27. Minute). Der letzte Strafwurf, Anja Althaus versuchte einen Trickwurf, blieb in den Händen von Melanie Hermann hängen. Beim Stand von 21:17 baten die Unparteiischen zur Halbzeitpause.

In die zweite Hälfte der Partie startete der HCL konzentrierter. Nach einem an die Latte gehämmerten Siebenmeter von Sandy Barbosa, gelang Sakia Lang die Verkürzung auf 19:21 aus HCL-Sicht. Doch durch Treffer von Engel und zweimal Barbosa war in der 35.Minute der Fünf-Tore-Abstand wieder hergestellt. Starke Pässe der Leipzigerinnen an den Kreis zur 1,92 großen Luisa Schulze, sorgten in dieser Phase dafür, dass die Gastgeberinnen auf Tuchfühlung blieben. Saskia Lang sorgte für viel HCL-Angriffsdruck und erzielte mit ihren dynamischen Aktionen neun eigene Treffer und konnte mehrfach ihren Kreisspielerinnen mit guten Pässen zu Toren verhelfen. Doch der THC fand immer wieder die Lücken in der Leipziger Abwehr – Tore von Luzumova und Snelder hielten die Gastgeberinnen weiter auf Distanz. (51.Min – 33:28)

Als Nadja Nadgornaja – heute besonders treffsicher – fünf Minuten vor Schluss mit zwei schönen Treffern die erste Sieben-Tore-Führung erzielte, waren alle Zweifel ausgeräumt. Der THC erfüllte mit einem 39:31 gegen den Zweiten der Liga, das selbst gestellte Ziel: die Meisterschaft ohne Niederlage. Und dafür gab es in der Arena viel Applaus und Standing Ovations der Fans.

Bernd Hohnstein/Roman Knabe

Statistik:

HC Leipzig: Melanie Herrmann, Julia Plöger; Maura Visser (4/1), Alexandra Mazzucco (4), Anne Müller (3), Debbie Bont, Luisa Schulze (2/1), Karolina Kudlacz (6/3), Anne Hubinger (2), Saskia Lang (9), Susann Müller (1).

Thüringer HC: Jana Krause, Dinah Eckerle, Maike März; Nadja Nadgornaja (6), Sonja Frey (2), Martine Smeets (2), Danick Snelder (5), Iveta Luzumova (7/3), Katrin Engel (6), Anja Althaus, Marieke Blase, Franziska Mietzner, Svenja Huber (3), Alexandrina Cabral Barbosa (8).

Strafwürfe: 5/5 – 5/3.

Zeitstrafen: 1 – 1.

Zuschauer: 2679.

Schiedsrichter: Lars Geipel/Marcus Helbig.

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