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Das Pokalviertelfinale zwischen Schwarz-Weiß Erfurt und den Ladies in Black Aachen lieferte den rund 350 Zuschauern in der Riethsporthalle einen packenden Fight über 139 Minuten Spielzeit, das die Damen aus dem Dreiländereck nach einem 0:2-Rückstand letztendlich noch für sich entschieden.

Die Ergebnisse der letzten drei Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten im Erfurter Norden ließen ein spannendes Match erwarten – das es dann auch wurde. Knappe Sätze, lange Ballwechsel, Aufholjagden, knappe Entscheidungen, die erst durch die Video-Challenge aufgelöst werden konnten, eine 2:0-Satzführung des Außenseiters nach zwei Satzverlängerungen, ein stimmungsvolles Publikum: es fehlte an nichts. Und wie ein überglücklicher Gästetrainer nach Spielende zurecht befand, ein Spiel, das eigentlich keinen Verlierer verdient hatte.

Die mit der leichten Favoritenrolle ins Spiel gegangenen Gäste hätten es dabei einfacher haben können. Sowohl im ersten Satz (22:17) als auch im zweiten (13:8) verspielten die Ladies eine komfortable Führung und zum jeweiligen Satzende vergaben sie auch ihre Satzbälle. Die nie aufsteckenden Thüringerinnen zeigten jeweils Comeback-Qualitäten und nutzten effizient ihrerseits ihren ersten Satzball. Erfurts Diagonalangreiferinnen Vera Mulder im Block gegen Jana Franziska Poll und Darja Erzen mit einem Linienangriff beendeten jeweils zum 27:25 die Durchgänge.

Die Verläufe der beiden folgenden Sätze ähnelten der beiden ersten. Die individuell stärkeren und erfahrener besetzten Gäste lagen zumeist vorne. Mit dem Unterschied, dass sie diesmal ihre Führungen ins Ziel brachten (21:25, 23:25). Die Dramaturgie des knappsten aller Viertelfinals sollte in einem Tiebreak ein Ende finden.

Und der Entscheidungssatz war dann erneut nichts für schwache Nerven. Kopf-an-Kopf verlief dieser bis zum letzten Seitenwechsel (8:7 für Erfurt), ehe sich Aachen beim 10:12 leicht absetzen konnte. Beim 12:14 hatten die LiB Matchball und als Erfurts Zuspielerin, „Maggi“ Speaks der Ball durch die Hände rutschte, blieb dem guten Schiedsrichter Lars Wuhnow nichts weiter übrig, als den letzten Ballwechsel abzupfeifen. Kein passendes Ende für ein äußerst unterhaltsames Spiel, das die Gäste mit großer Erleichterung in einer großen Traube jubeln ließ. Zurück blieben geknickte Erfurterinnen, die sich zwar den verdienten Applaus abholten, aber die Enttäuschung über das Verpassen einer großen Überraschung war unübersehbar.

Bereits am kommenden Mittwoch besteht die Möglichkeit zur Revanche. Dann kommen die LiB Aachen erneut nach Erfurt zum zweiten Akt, der dem Gesetz der Serie folgend, ein weiteres dramatisches Kapitel bereithalten könnte. Dann geht es um Bundesligapunkte.StS; Foto: Sebastian Schmidt

Der Beitrag Packender Pokalfight erschien zuerst auf Schwarz-Weiß-Erfurt.

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