Personalproblemen getrotzt

Die stark ersatzgeschwächte Thüringer Sieben war in einigen Spielphasen die bessere Mannschaft, musste sich letztlich aber über das denkbar knappe Resultat freuen. Das Fehlen von mehreren Stammspielerinnen war nur mit stellenweise offensichtlichen Konzentrationsmängeln zu kompensieren.

Frenzy Geis und Ronja Schwalbe hatten vom Trainer eine Sonderaufgabe erhalten. Sie standen sprichwörtlich über den Dingen und bedienten die Videokamera für die offizielle Spielaufzeichnung. Auf der Bank hatte trainer Frank Puttfarken lediglich noch die Ersatztorhüterin und eine Wechselspielerin zur Verfügung – die Siegesaussichten waren nicht gerade rosig.

Das Spiel begann mit wechselnden Führungen und nach der Startviertelstunde stand es 9:9. Dann folgte eine stärkere Phase des THC, Uli Jahn und Lydia Jakubisova brachten jetzt mehrfach die Mitspielerinnen gut ins Spiel und die bedankten sich mit Torerfolgen. Die Gastgeberinnen bestimmten jetzt das Spiel und Nadja Bolze konnte mit einem erfolgreichen Konter das 14:11 erzielen. Einige Unkonzentriertheiten ließen aber die Gäste immer wieder aufschließen und sieben Sekunden vor dem Pausensignal erzielte Oschatz Halblinke Carmen Schneider den noch einen psychologisch wichtigen Treffer – mit 16:14 für den THC ging es in die Pause.

Die Gäste starteten gut in die zweite Hälfte und erzielten im ersten Angriff bereits das 15:16 und zeigten, dass sie das Spiel jetzt kippen wollten. Doch das konnte in dieser Phase Verena Flöck im THC-Tor ve rhindern. Zwei Hundertprozenter entschärfte die Österreichische U20-Nationaltorhüterin mit reaktionsschneller Fußabwehr und hielt damit ihr Team vorn. Die großgewachsene Wienerin, mit Jugendnationaltrainer Helfried Müller für die U20-WM in Tschechien qualifiziert, leistete sich kaum eine gedankliche Pause und war eine Schlüsselspielerin der Partie. Jetzt kam die schwächste Phase der Gäste – kaum ein Pass erreichte sein Ziel und der THC nutzte dies zum 22:18 in der 40.Minute. Aber Oschatz kam zurück – mit vier Toren in Folge hatte man in der 45.Minute das Resultat egalisiert. (22:22) Aber die THC-Damen steckten nicht auf und setzten sich wieder ab. Vor allem Nadja Bolze traf jetzt sehr konzentriert und spielte im Tempogegenstoß zweimal gekonnt und uneigennützig Uli Jahn frei. Die Führung betrug jetzt stets zwei bis drei Treffer und die Partie schien beim 29:26 entschieden zu sein. Doch Oschatz war mit zwei schnellen Treffern wieder im Spiel und der THC gefordert . Beim 30:28 traf dann Sarah Gebbert mit einem Traumwurf ins Dreieck, Uli Jahn im nächsten Angriff mit einem schönen Hüftwurf. In den letzten 60 Sekunden musste der Gastgeber dann noch zwei Zeitstrafen hinnehmen und war völlig von der Rolle. Mit dem Schlusspfiff erzielte die wurfstärkste Oschatzerin Carmen Schneider den letzten Treffer der Partie – das 33:22 bringt den Puttfarken-Schützlingen einen verdienten Arbeitserfolg und die Verbesserung auf den 5.Tabellenplatz.

Stimmen zum Spiel:
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Frank Puttfarken (Trainer THC II ): Ich freue mich dass wir trotz unserer vielen Ausfälle das Spiel gewinnen konnten, auch mit der Unterstützung der bisher verletzten Lydia Jakubisova, die die Mannschaft gut geführt hat. Selbst wenn das Ergebnis am Ende zu knapp ausgefallen ist und wir am Ende zu unkonzentriert gespielt und zu viele Bälle weggeworfen haben. In dieser Saison sind wir durch die vielen Verletzungen um eine besser e Platzierung gebracht worden, sind aber froh, dass wir trotz aller Probleme die Klasse halten konnten.

THC: Verena Flöck, Isabell Schrepper; Sarah Gebbert (2), Nadja Bolze (8/1), Elisa Pryjomisz (1), Franziska Fuhrmann, Ulrike Jahn (11/4), Lydia Jakubisova (7), Marieke Blase (4).

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