Punkterfolg verpasst


Mit einer 1:3-Niederlage kehrten die Damen von Schwarz-Weiß Erfurt am frühen Sonntagmorgen aus Straubing zurück. Nach gewonnenem Auftaktsatz etwas zu wenig.

„An die bisher in diesem Jahr gezeigten Leistungen in den Auswärtsspielen anknüpfen“, war die Zielstellung, die Trainer Florian Völker für die Partie in Niederbayern ausgab. Unter dem Strich musste man resümieren: Ziel nicht erreicht. Nach schwierigem Beginn und einer 11:7-Führung der Gastgeberinnen, steigerten sich die Gäste merklich und lagen bei 15:14 erstmals in Führung. Äußerst stabil in der Annahme, punkteten sie weiter und holten sich den Auftaktdurchgang mit 25:19.

Es schien, als könnte für den Vorletzten was gehen bei NawaRo. Der Schein trog, denn mit der Spielaufnahme zum zweiten Satz machten die Gastgeberinnen das, was man erwartet hatte: Sie schlugen stark und riskant auf. Dabei nahmen sie auch einige Fehler in Kauf, weil der Ertrag insgesamt deutlich im Plus war. Erfurts Annahmespieler Danielle Brisebois und Cassidy Pickrell erlebten ein wahres Schwimmfest mit der Konsequenz eines 6:14-Rückstandes. Florian Völker versuchte im weiteren Spielverlauf mit Spielerwechseln Stabilität in die Hintermannschaft zu bekommen, was vor allem mit Sindy Lenz gut funktionierte. Aber da der Erfurter Angriff zumeist die Bälle nicht auf den Boden brachte, sollte es an diesem Tag nicht reichen. Trotz Aufholjagd (15:18) war die Hypothek des 8-Punkte-Rückstandes zu hoch, Straubing machte im Satzfinish mit 25:17 den Sack zu.

Ein früher 1:6-Rückstand zu Beginn des dritten Durchganges ließ auch keine Besserung erahnen. Zwar verkürzte Schwarz-Weiß im Auf und Ab der Leistungskurve (7:9), da aber auch die Block-/Feldverteidigung im Erfurter Spiel nicht wie gewünscht die Angriffe von Große-Scharrmann, Tages-MVP Julia Schäfer & Co. zu entschärfen vermochte, ging auch dieser Satz mit 25:17 an Straubing.

Mit einer erneut schwachen Annahmeleistung der Gäste startete der letzte Satz des Abends mit einer 8:4-Führung von NawaRo. Bei aller berechtigten Enttäuschung über die Leistungen der sonstigen Leistungsträger, war die Phase zur 11:10 Führung für den Außenseiter ein Lichtblick und sprach zumindest für die Moral. Nach einer Auszeit von Benedikt Frank und einem vergebenen „Dankeball“ sollte es dann jedoch wieder bergab gehen. Lindsay Flory war angesichts ihrer Unerfahrenheit nicht mehr in der Lage, in schwierigen Phasen dem Erfurter Angriffsspiel Impulse zu verleihen. Die erkrankte Clarisa Sagardia wurde schmerzlich vermisst, weil es ohne Wechseloption keine schöpferische Pause für Erfurts Zuspielerin gab. So endete der letzte Satz mit 25:16 und das Spiel mit einem verdienten 3:1 für das Überraschungsteam der Saison, die es wieder mal clever gemacht hatten. Eine der wenigen, die Normalform erreichete, war Michelle Petter, die sich angesichts der schlechten Defensivleistungen ihrer Nebenspielerinnen nicht über die MVP-Silbermedaille freuen mochte.

Weil sich durch den 3:0-Sieg von Wiesbaden gegen Suhl der Abstand zum Abstiegsplatz nicht verändert hat, war die verpasste Möglichkeit zu punkten leichter zu verschmerzen. Der Blick auf Erfurter Seite geht nun zum nächsten Heimspiel. In zwei Wochen ist der VC Wiesbaden in der Erfurter Riethsporthalle zu Gast. (StS, Fotos. Duehse)

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