Spitzenspiel gewonnen

Spitzenspiel gewonnen

Der Rückstand auf Leipzig beträgt nur noch einen Punkt bei einem Spiel weniger. Beste THC-Schützinnen waren Sonja Frey und Nadja Nadgornaja mit jeweils sieben Treffern. Für Leipzig traf Maura Visser mit sechs Toren am häufigsten.

 

Die Thüringerinnen starteten besser in die Partie, man führte schnell 3:1. Danach hatte Katrin Engel sogar die Chance auf 4:1 zu erhöhen, scheiterte jedoch mit einem Strafwurf an Katja Schülke. Kurze Zeit später tat es Nadja Nadgornaja ihr gleich und die Leipziger Frauen konnten mit 7:5 in Führung gehen. Angetrieben von einer unermüdlich kämpfenden Sonia Frey, war nach der ersten Auszeit von Trainer Herbert Müller der Ausgleich schnell wieder hergestellt (8:8). Sie war es auch, die nun den Job von der Siebenmeterlinie übernahm und diesen mit einer Trefferquote von 100% (4/4) erfolgreich gestaltete. Nach 22 Minuten hatte sich die Heimmannschaft durch einen schönen Schlagwurf von Petra Popluharova zum ersten Mal eine Vier-Tore-Führung erarbeitet (13:9). In den letzten Minuten der ersten Hälfte konnte die Gäste noch verkürzen, in die Pause ging es mit 14:12.

Die zweite Halbzeit gehörte allein dem Thüringer HC. Frenetisch angefeuert von den heimischen Fans, baute man die Führung Tor um Tor aus. Nadja Nadgornaja netzte mit einem Hammer aus dem Rückraum in der 38. Minute zum 19:13 ein. Eine klare Vorentscheidung in diesem Derby. In der Salzahalle glaubte wohl niemand mehr an ein Aufbäumen der Sächsinnen. In den letzten 20 Minuten brillierten die THC-Damen in ihrem Angriffsspiel. z.B. traf Lydia Jakubisova mehrmals sehenswert von Rechtsaußen. Am Ende gewannen die Thüringerinnen hochverdient mit 31:23 und setzen damit ein Achtungszeichen in Richtung Playoffs.

Stimmen nach dem Spiel:
Herbert Müller (Thüringer HC):
Gewinner war heute der Damenhandball. Sehr viele Handballfans haben heute ein tolles, Spiel miterlebt. Ich muss meinen acht feldspielerinnen ein großes Kompliment machen. Sie haben über 60 Minuten das Tempo hochgehalten und in der Abwehr einen tollen Job gemacht. Wir haben heute zwei absolute Spitzenmannschaften erlebt – ich bin froh über den Erfolg, aber es kann in der nächsten Partie schon wieder ganz anders aussehen. Ich glaube, wir haben in dieser Saison nich tdas letzte Mal gegeneinander gespielt.

Stefan Madsen (HC Leipzig): Glückwunsch – der Thüringer HC hat verdient mit “8” gewonnen. Wir wussten, dass es sehr schwer werden würde hier zu gewinnen und Fehler hier sehr hart bestraft werden. Wir haben heute zu viele Fehler auf dem Feld und auf der Bank gemacht. Ich habe nicht die richtigen Lösungen, auch nicht die richtige Aufstellung gefunden.

Statistik:

Thüringer HC: Maike März, Dinah Eckerle; Nadja Nadgornaja (7), Sonja Frey (7/4), Danick Snelder (4), Petra Popluharova (3), Katrin Engel (2), Lydia Jakubisova (4), Kerstin Wohlbold (4).

HC Leipzig: Katja Schülke, Julia Plöger; Maura Visser (6/2), Natalie Augsburg (5), Anne Müller (1), Nora Reiche-Hupel, Jessy Kramer (2), Debbie Bont, Luisa Schulze (1), Karolina Kudlacz (5/1), Saskia Lang (1), Anne Hubinger (2), Marlene Windisch.

Strafwürfe: 6/4 – 4/3.

Zeitstrafen: 3 – 4.

Zuschauer: 1100 (ausverkauft).

Schiedsrichter: Holger Fleisch/Jürgen Rieber (Ostfildern/Nürtingen).