Starker Gast erwartet | Schwarz-Weiß-Erfurt


Am Mittwochabend, 19.30 Uhr, fliegt der Volleyball wieder durch die Erfurter Riethsporthalle. Zu Gast ist der SC Potsdam, der als momentaner Vierter einen starken Saisonstart hingelegt hat.

Zwar haben die Brandenburgerinnen noch nicht den klangvollen Namen einiger anderer Erstligisten, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten zahlreiche Titel sammelten und das Niveau in Deutschlands höchster Spielklasse mitbestimmten, aber sie sind auf dem besten Weg dahin. In der letzten Saison schafften die Damen von Guillermo Hernandez erstmals den Sprung ins Halbfinale, wo dann der Serienmeister Schwerin die Endstation war. Eine Wiederholung scheint aus jetziger Sicht möglich. Denn die Mannschaft um die Ex-Erfurterin „Toni“ Stautz ist mit fünf Siegen aus sechs Spielen stark ins Spieljahr gestartet.

Im DVV-Pokal war am vergangenen Wochenende wie für die Schwarz-Weißen Erfurterinnen im Viertelfinale Endstation. Beim 1:3 gegen den Titelverteidiger spielten die Hernandez-Schützlinge jedoch beinahe auf Augenhöhe. Damit geht die Saison jetzt trotzdem zweigleisig weiter. Am nächsten Wochenende bestreitet der SCP sein EC-Debüt gegen Dinamo Kazan. Zuvor werden die Potsdamerinnen aber noch drei Punkte einsacken wollen, wogegen sich Erfurt allerdings wehren wird.

Die Brandenburgerinnen besitzen ein in der Breite sehr ausgeglichen und stark besetztes Team, was den Weggang von Marta Drpa im Sommer gut kompensiert hat. Mit Brittany Abergrombie und der wiedergenesenen Ana Escamilla haben sie zwei neue Angreiferinnen, die das Treiben auf der gegnerischen Seite richtig verrückt machen können. Dazu führt mit Valerie Nichol eine exzellente Zuspielerin Regie. „Sie machen schon im Aufschlag viel Druck“ sieht Erfurts Trainer den Gast bereits in der Spieleröffnung gefährlich. Gegen Straubing war das ein Problemelement für die SWE-Annahme.

Dennoch sieht Florian Völker der Aufgabe am Mittwoch nicht ängstlich entgegen, dennoch mit viel Respekt, lässt sich aber wie gewohnt nicht zu einem Ergebnistipp hinreißen. „Wir werden emotional kämpfen und mit allem, was wir haben und können, ins Spiel gehen. So wie in den bisherigen Spielen auch. Wenn sich uns dann die Chance bietet, werden wir versuchen, sie zu nutzen. Vielleicht bietet sich dann die Chance auf ein oder zwei Punkte“, will Erfurts Coach diese Herangehensweise nicht nur auf das kommende Spiel verstanden wissen.

Wenngleich ihm bewusst ist, dass die Heimniederlage gegen Straubing viele Anhänger enttäuscht hat, hofft Florian Völker auf große Unterstützung von den Rängen. Da seine Mannschaft bisher aus keinem Punktspiel ohne Satzgewinn hervorging, scheint ein interessanter Schlagabtausch sehr wahrscheinlich. (StS)



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