Glanzpunkte im Spiel setzten für den THC Sonja Frey mit zehn Treffern, davon sechs Mal von der Strafwurfmarke sowie Katarina Tomasevic im Tor, die lange Spielanteile hatte. Die meisten Treffer für die Leipzigerinnen erzielten Saskia Lang (8) und Karolina Kudladz (7/5).

Der THC startete optimal in die Partie – Frey und Nadgornaja netzten zum 2:0 ein. Danach entwickelte sich die Meisterschaftspartie zum Torefestival. Im Sekundentakt schlug der Ball im Tor ein. Nach 15 Minuten zeigte die Anzeige bereits ein 12:11. In dieser Phase konnte man nicht einen Fehlwurf auf beiden Seiten verzeichnen. Herbert Müller wechselte im Tor, für März kam Tomasevic. Dieser Wechsel sollte sich auszahlen, Tomasevic zeigte gleich mehrere gute Paraden. Außerdem spielten die Thüringerinnen nun mehr über die Außenpositionen und waren damit äußerst erfolgreich. Bis zur 21. Spielminute baute man die Führung auf 17:12 aus. Dabei traf Mie Augustesen in ihrem letzten Spiel für den Thüringer HC viermal in Folge (17. – 20. Treffer). In den letzten Minuten der ersten Halbzeit konnte man die Führung behaupten und ging mit einem 21:17 in die Pause. In der Gesamtrechnung betrug die Führung jetzt bereits sogar zehn Tore.

Die zweite Halbzeit begann ausgeglichen. Ein Team legte vor, das andere antwortete. In der Halle schien keiner mehr an die Wende zu glauben. Die Mannschaft um Herbert Müller machte nur noch das Nötigste. In den Köpfen waren sie wohl schon bei der Siegesfeier. In der 40. Minute sah HCL-Spielerin Jessica Kramer Rot für einen Griff zum Hals von Nadja Nadgornaja. Erfreuliches gab es auch vom Strafwurfpunkt zu vermelden, pünktlich zum Rückspiel des Meisterschaftsfinales schaffte Youngster Sonja Frey die 100% Quote und netzte in der 45. Minute ihren sechsten Wurf von der Sieben-Meter-Linie ein (29:24). Die „Rote Wand“ feierte da schon ihre Lieblinge. Gesänge mit „Deutscher Meister wird nur der THC“ klangen durch die Salzahalle. Die letzten Minuten plätscherten so herunter. Trainer Herbert Müller gab allen seinen Schützlingen noch ein paar Einsatzminuten. Shenja Minevskaja und Ana Gros bedankten sich dafür mit schönen Treffern. Am Ende holten die Thüringerinnen mit einem 37:31 Sieg völlig verdient die Meisterschaft und die Party konnte beginnen.

Bericht: Stephanie Lapp

Stimmen:

Herbert Müller (THC): Es ist unglaublich, was die rote Wand an Emotionen und Leidenschaft in uns entfacht hat. Riesen Dank an jeden, der uns diese Saison unterstützt hat. Ihr seid alle deutscher Meister. Ich will ein Stück zurück gehen, wer hätte gedacht, dass wir in drei Jahren fünf Titel holen?

Statistik:

Thüringer HC: Dinah Eckerle, Maike März, Katarina Tomasevic; Nadja Nadgornaja (7), Sonja Frey (10/6), Ana Gros (2), Shenia Minevskaja (2), Danick Snelder (2), Petra Popluharova, Nadja Bolze, Mie Augustesen (4), Katrin Engel (2), Anja Althaus (1), Lydia Jakubisova (4), Kerstin Wohlbold (3).

HC Leipzig: Katja Schülke, Julia Plöger; Maura Visser (1), Natalie Augsburg (2), Anne Müller (1), Nora Reiche, Jessy Kramer, Debbie Bont (2), Luisa Schulze (3), Karolina Kudlacz (7/5), Saskia Lang (8), Anne Hubinger (7), Elisa Möschter, Alexandra Mazzucco, Marlene Windisch.

Strafwürfe: 6/6 – 6/5.

Zeitstrafen: 5 – 1.

Disqualifikation: Jessy Kramer (40.); Kerstin Wohlbold (50. – 3. Zeitstrafe)

Schiedsrichter: Lars Geipel/Marcus Helbig.

Zuschauer: 1100 (ausverkauft).