Trainingsaufwand wurde belohnt

Die Thüringer Damen legten einen Traumstart hin. Nach drei Minuten führte der Gastgeber bereits mit 3:0. Die Null für die Gäste sollte noch einige Minuten stehen bleiben. Erst in der zwölften Spielminute netzte die Blombergerin Marta Pilmayer per Siebenmeter zum 6:1 ein. Nachdem die starke Maike März einen weiteren Strafwurf vereitelte, baute der Thüringer HC die Führung nach und nach aus. Mie Agustesen traf im Tempogegenstoß, wenig spät tankte sich Ana Gros im schönen Eins-gegen-Eins durch und erzielte das 19:11. Das letzte Tor vor der Halbzeit erzielte Lydia Jakobisova, es war ihr fünfter Treffer in diesem Spiel. Damit betrug der Halbzeitstand 20:11. Beeindruckend für die 911 Zuschauer war, dass sich bis zu diesem Zeitpunkt bereits alle THC-Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen konnten.

Die HSG Blomberg-Lippe startete etwas konzentrierter in die zweite Spielhälfte und konnte durch einen Doppelschlag von Smits auf 20:13 verkürzen. Dann erwachten die Frauen von Herbert Müller und konnten in der 37. Minute durch einen Treffer von Sonja Frey erstmals mit zehn Toren in Führung gehen. Torhüterin Katarina Tomasevic knüpfte nahtlos an der super Leistung von Maike März in der ersten Halbzeit an. In der 44. Minute parierte sie grandios einen Strafwurf und im Anschluss den Nachwurf. Wenige Minuten später hielt sie bereits den zweiten Siebenmeter. Die zweite Halbzeit war nun wahrlich kein Handball-Leckerbissen. Die THC-Damen verwarfen einige Großchancen. So konnte HSG-Torhüterin Isabell Roch den ein oder anderen Strafwurf und auch Tempogegenstoß der Gastgeber abfangen. Am Ende siegte der Thüringer HC völlig verdient mit 38:27.

Stimmen nach dem Spiel:

Andre Fuhr (HSG): Ich gratuliere zum verdienten Sieg, auch in dieser Höhe. Wir wussten vorher schon, dass es hier nichts zu holen gibt. Unsere Punkte zum Klassenhalt müssen wir woanders holen. Nach völlig verkorksten 40 Minuten haben wir uns verbessert und zu einem offenen Schlagabtausch beigetragen

Herbert Müller (THC): Wir müssen zurzeit in jedem Spiel sehr konzentriert zu Werke gehen. Gerade bis zum 6:0 stand unsere Abwehr optimal. Nur im Angriff haben wir zu viele Fehler gemacht. Mit dem Halbzeitstand kann man natürlich hoch zufrieden sein. Die zweite Halbzeit hat sich zu einem echten Schlagabtausch entwickelt. Als Abwehrstratege kann man mit so vielen Toren natürlich nicht zufrieden sein. Im Großen und Ganzen war es ein gutes Spiel meiner Mannschaft.

Statistik:

Thüringer HC: Maike März, Katarina Tomasevic; Nadja Nadgornaja (2), Sonja Frey (6/3), Ana Gros (7/1), Danick Snelder (3), Petra Popluharova (3), Mie Augustesen (3), Katrin Engel (5), Lydia Jakubisova (5), Kerstin Wohlbold (4).

HSG Blomberg-Lippe: Anna Monz, Isabell Roch; Rachel Piekhaar (1), Denise Großheim, Xenia Smits (8), Hildur Thorgeirsdottir (8), Noëlle Frey, Caroline Thomas (1), Kim Berndt (2/1), Marta Pilmayer (7/2), Angela Malestein.

Strafwürfe: 7/4 – 5/3.

Zeitstrafen: 4 – 3.

Zuschauer: 911.

Schiedsrichter: Hanspeter Brodbeck/Simon Reich (Metzingen).