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Torhüterin Ann-Cathrin Giegerich parierte mehrmals sensationell 100-prozentige Torchancen. Foto: Alexander Mühlbach

In einem von Beginn an sehr einseitigen Spiel besiegte der Thüringer HC in heimischer Halle den Buxtehuder SV mit 37:21 (18:9). Während Ann-Catrin Giegerich im THC-Tor eine überzeugende Leistung bot, erzielten Iveta Luzumova (11/5) und Annika Lott (6) die meisten Treffer für ihre Teams.
Die Partie begann rasend schnell. Auf den erfolglosen Tempogegenstoß des THC, folgte der nächste des Buxtehuder SV. Diesen konnte Ann-Cathrin Giegerich im Tor des Thüringer Handball Clubs abwehren. Den darauf folgenden Strafwurf parierte sie ebenfalls. Die Hausherrinnen gingen durch einen Doppelschlag von Iveta Luzumova mit 2:0 in Führung. Die Abwehr des THC stand bis dahin wie ein Bollwerk. Und vorne nutzten die Thüringerinnen ihre Chancen. Alicia Stolle traf in der neunten Minute aus dem Rückraum zum 6:1. Wenn ein Angriff nicht sofort gelang, wurde nachgesetzt. So auch beim 7:1 – Ina Großmann traf im Nachwurf. Gästetrainer Dirk Leun reagierte und nahm seine erste Auszeit. Der BSV fand einfach keine Mittel gegen die starke, sehr bewegliche  Abwehr der Thüringerinnen. Die THC-Frauen bestraften jeden Fehler eiskalt und überrannten den Gegner förmlich. Nach 16 Minuten führte man 12:1. Mit dem hohen Vorsprung im Rücken gelang einfach alles – Krisztina Triscsuk traf per Kempa nach Pass von Iveta Luzumova zum 13:3.
Herbert Müller wechselte bereits nach 20 Minuten ordentlich durch. Das tat dem Spiel des Deutschen Meisters aber keinen Abbruch. Torhüterin Ann-Cathrin Giegerich erwischte einen Sahne-Tag. Mehrmals parierte sie sensationell 100-prozentige Torchancen. BSV-Spielerin Maike Schirmer traf per Tempogegenstoß zum 6:17, nach einem der wenigen Fehlpässe im THC-Angriffsspiel. Herbert Müller nahm seine erste Auszeit in der 26. Minute und stellte seine Mädels für die letzten viereinhalb Minuten im ersten Durchgang ein. In der Schlussminute der ersten Halbzeit parierte Ann-Cathrin Giegerich ihren zweiten Strafwurf. Mit 19:8 ging es in die Kabinen.
Der Thüringer HC startete in Durchgang Zwei, wie in den ersten – Iveta Luzumova traf doppelt. Diesmal baute sie es sogar zum Hattrick aus. Nach 36 Minuten erzielte Meike Schmelzer vom Kreis das 24:9. Der ersten Sieben des Deutschen Meisters konnte Buxtehude am heutigen Tag einfach nichts entgegensetzen. In der 39. Minute musste THC-Spielerin Emily Bölk ihre zweite Zeitstrafe verbüßen. In Unterzahl hämmerte Alicia Stolle einen Freiwurf direkt unter die Latte zum 26:11. Es war bereits ihr fünfter Treffer. Herbert Müller nahm in der 41. Minute seine zweite Auszeit. Weitere taktische Mittel sollten getestet werden. Im nächsten Angriff passte Iveta Luzumova von der Mittelposition zu Rechtsaußen Alexandra Mazzucco, diese verwandelte sicher. Der THC wählte nun das taktische Mittel der siebten Feldspielerin. Kreisspielerin Josefine Huber holte einen Strafwurf heraus. Auch diesen, ihren fünften, verwandelte Iveta Luzumova sicher. Für die letzten zwölf Minuten bekam Kristy Zimmerman ihre Chance im THC-Tor.
Die Variante der siebten Feldspielerin klappte heute gut. Die Thüringerinnen schafften damit Platz für die Rückraumspielerinnen, die ihre Torchancen nutzten. Anne Hubinger konnte sich dabei auszeichnen. In der Abwehr standen die THC-Frauen jetzt nicht mehr so robust. Buxtehude konnte sich nun auch mehrere Möglichkeiten erspielen. Der Thüringer HC gewann am Ende hochverdient und unerwartet deutlich mit 37:21. Die rote Wand honorierte das Ergebnis mit Standing Ovations.
Bericht: Stephanie Lapp / Andreas Hofmann

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