Wie erwartet – eine Runde weiter

Von Beginn an wurden die Gäste ihrer Favoritenrolle gerecht und ließen dem Zweitligisten nicht den Hauch einer Chance. Alle Spielerinnen des Thüringer HC konnten sich in die Torschützenliste eintragen. Mie Augustesen war mit sieben Treffern beste Werferin des THC. Für den TSV Nord traf Jana Lembke fünf Mal ins Tor.

Bereits in der Startphase wurde der Thüringer HC seiner Favoritenrolle gerecht. Sabrina Maier schaffte in der 5. Spielminute noch den 2:2 Ausgleich. Mit der, vom TSV Trainer Thomas Blascyzk, vorab geforderten Lockerheit seiner Mannschaft war es nun vorbei. Die Gäste aus Thüringen waren ab jetzt erwartungsgemäß spielbestimmend. Dem nun folgenden hohen Tempo hatte der Nordexpress wenig entgegen zu setzen. Erst in der zwölften Minute warf Jana Lembke für den TSV Nord das nächste Tor. Eine Vorentscheidung war somit schnell gefallen. Mit einem deutlichen 22:8 für den Erstligisten ging es in die Kabinen.

In der zweiten Halbzeit nahm der Thüringer HC das Tempo etwas zurück. Herbert Müller nutzte die sich nun ergebenden Möglichkeiten, allen Spielerinnen Einsatzzeiten zu geben. Zum Dank trugen sich alle in die Torschützenliste ein. Die Torfrauen der Gäste entschärften vier von neun Strafwürfen. Das etwas ruhigere Spiel des THC und, vielleicht war es ja der doch langen Anreise geschuldet, sich einschleichende Konzentrationsschwächen, sorgten dafür, dass der Nordexpress nicht noch weiter in Rückstand kam. Eine Überraschung des TSV war jedenfalls nicht mehr zu erwarten. Der Thüringer Favorit entschied das Spiel mit 38:23 für sich. Der TSV feierte zu recht sein `“Spiel des Jahres“ gegen den deutschen Meister. Der Pokalsieger von 2010/11 zog mit diesem Kantersieg souverän ins Viertelfinale um den DHB-Pokal ein. Die Auslosung findet bereits nächste Woche, am 03.02. in der Nordhäuser Wiedigsburghalle statt, wenn der Thüringer HV seine nächste schwierige Aufgabe gegen Metalurg Skopje zu lösen hat.

Stimmen:
Herbert Müller (THC): Mit der ersten Halbzeit können wir zufrieden sein. Wir haben unser Niveau abgerufen und konnten unser schnelles Tempospiel umsetzen. In der zweite Spielhälfte ist uns das nicht mehr gelungen, dies zu bestätigen. Die Konzentration hat in einigen Phasen nachgelassen. Am Ende sind wir zufrieden einen souveränen Sieg erreicht zu haben.

Statistik:
TSV Nord Harrislee: Mareike Vogel, Miriam Kruse, Marie Andresen; Laura Schultze (1), Melanie Steffensen, Lena Schulz (3), Maria Schibrath, Jana Behrendsen (3), Svenja Vogeler (4), Kim-Merle Köster, Jana Lembke (5/1), Sabrina Maier (2), Kristin Machau (3/3), Marielle Juricke (1), Lena Behrendsen, Laura Neu (1).

Thüringer HC: Dinah Eckerle, Maike März; Nadeshda Nadgornaja (5), Sonja Frey (5), Ana Gros (4), Danick Snelder (1), Nadja Bolze (1), Petra Popluharova (1), Mie Augustensen (7), Katrin Engel (6/4), Lydia Jakubisova (4), Kerstin Wohlbold (4).

Strafwürfe: 9/5 – 4/4.

Zeitstrafen: 1 – 3.

Zuschauer: 415.

Schiedsrichter: Matthias Brauer/Sven Titze (Hamburg/Braunschweig).