„Krisen überstehen wir am besten gemeinsam!“



Die Städte Erfurt und Weimar sowie die Landkreise Saalfeld-Rudolstadt und Weimarer Land werden bei der Tierseuchenbekämpfung künftig enger zusammenarbeiten. Dazu wurde jetzt eine Zweckvereinbarung verabschiedet. Sie regelt die Kooperation im Krisenfall.

Bei Verdacht oder Feststellung des Ausbruchs von akuten, wirtschaftlich bedeutsamen Tierseuchen soll in Zukunft ein gemeinsames lokales Krisenzentrum eingerichtet werden. „Das bedeutet, dass wir im Ernstfall alle materiellen und personellen Ressourcen bündeln und uns gegenseitig im erforderlichen Umfang unterstützen“, erklärt Erfurts Amtstierarzt Dr. Ulrich Kreis die künftige Vorgehensweise.

Die Erfahrungen der letzten Jahre hätten gezeigt, dass zur effizienten Bekämpfung hoch ansteckender Tierseuchen wie Maul- und Klauenseuche, Schweine- oder Geflügelpest eine enge Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung unabdingbar sind. Nur so könne eine regionale Ausbreitung bestenfalls verhindert oder nach Ausbruch schnellstmöglich eingedämmt werden, um Tierbestände vor flächendeckenden Seuchenzügen zu schützen.

Das gemeinsame Krisenzentrum soll im Ernstfall schnellstmöglich alle erforderlichen Maßnahmen aktivieren und koordinieren. Zudem wird es den organisatorischen Aufwand deutlich verringern.

Bereits im Vorfeld, wenn sich diese gefährlichen Infektionskrankheiten nähern, seien intensive Vorarbeiten zu treffen. Kreis dazu: „In den erstellten Tierseuchen-Maßnahmenplänen ist festgelegt, wie der Verwaltungsstab besetzt wird, wem welche Aufgaben zugewiesen sind und Konzepte für u. a. behördliche Anordnungen, diagnostische Untersuchungen und Bestandsräumungen erstellt. Facharbeitsgruppen sollen uns dabei einen einheitlichen Standard gewährleisten. Mit gemeinsamen Tierseuchenübungen wollen wir unser Personal schulen und auf den gleichen Stand bringen.“  Die erste Bewährungsprobe könnte sich derweil andeuten, denn die Geflügelpest ist bundesweit auf dem Vormarsch und die Afrikanische Schweinepest rückt von Sachsen her immer weiter gen Westen auf Thüringen zu.



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